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BFFS-Statement und Vorschlag nach #MeToo

Man kann sich fragen, warum nicht früher, aber man kann sich – was weitaus sinnvoller ist – auch freuen, dass jetzt RA und Justiziar Bernhard Störkmann für den BFFS-Vorstand richtige Worte zu einem bekannten Problem gefunden wurden. Danke dafür!
Während die Einrichtung einer anonymen Sammelstelle unter dem Namen „Unter der Gürtellinie“ nach dem Muster von „Auf den Hund gekommen“ ohne weitere Konsequenzen nur für statistische Zwecke eher nach Alibi-Aktion riecht, ist die Idee einer verbandsübergreifenden, echten Beschwerdestelle aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern eine sehr gute Idee. Ich könnte mir auch die Akademien oder den Dachverband als Beteligte sehr gut vorstellen. Aber das ist letztlich Kosmetik, mitmachen soll, wer die Arbeit leisten kann und will. Wichtig wäre, dass es eine Art Schlichtungsstelle VOR einem eventuellen juristischen Verfahren ist, die aber sehr wohl Konsequenzen für die Täter vorsieht. Und seien es nur Rügen nach dem Muster des Presserats.
 
Ich erlaube mir hier, Bernhard Störkmanns Text an die Mitglieder einzukopieren, um eine mögliche Diskussion auf die richtige Basis aufzubauen:
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Deutsche Serienhighlights

So langsam wird es stressig ;-) Die hochkarätigen und hochgelobten Serienformate lassen fast schon kühlere Herbsttage erhoffen… 

Neben der Mammutserie Babylon Berlin, die derzeit bereits auf Sky läuft (und im nächsten Jahr im Ersten, per Sky-Ticket kann man die Serie aber im Oktober und November für je einen Euro pro Monat sehen – Sky erhofft sich sicher, dass viele Kunden dran bleiben), startet am 22. Oktober um 20.15 Uhr im Ersten die vierteilige Miniserie „Das Verschwinden“ (Interviews mit Regisseur Hans-Christian Schmid und Co-Hauptdarstellerin Johanna Ingelfinger in der aktuelle ca:stmag-Ausgabe IV/2017) in dichter Folge (29., 30., 31. Oktober).

Am Dienstag, 28. November startet auf dem rasant wachsenden ZDFneo die Dramaserie „4 Blocks“ in Doppelfolgen um 23.15 Uhr. Im Anschluss an die Ausstrahlung sind die Folgen auch auf der „funk“-App verfügbar.

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#MeToo Der Lesetipp zum Thema

Neben vielen Berichten, die unter dem Eindruck des Weinstein-Falls und dem #MeToo auch in Deutschland erschienen sind, sei ein differenzierter, schlauer, mutiger Text besonders Empfohlen: „Der Fall Weinstein“ von Belinde Ruth Stieve auf ihrem Blog SchspIN (Link hier)!

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Bavaria Fernsehproduktion wird zu Fiction

Die Bavaria Fernsehproduktion hat sich in Bavaria Fiction umbenannt. Die Tochterfirma von Bavaria Film und ZDF Enterprises unterstreicht mit diesem Schritt ihr Selbstverständnis als Produktionshaus fiktionaler Inhalte für Free TV, Pay TV und Streaming-Plattformen und bekräftigt ihre wachsende internationale Ausrichtung.

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Bundessozialgericht: ZAV muss Absolventen in Kartei aufnehmen

Nachtrag 13.10.2017:

Die Entscheidung ist letzinstanzlich, auf Rückfrage der Redaktion hat das Bundessozialgericht einige Punkte konkretisiert, siehe unten!

Das Bundessozialgericht hat heute, 12. Oktober 2017, ein so deutlich kaum erwartbares Urteil gefällt. Geklagt hatte eine Absolventin der Filmschauspielschule Berlin, weil sich die ZAV (mit individueller Begründung) geweigert hatte, sie in die Vermittlungskartei aufzunehmen. Ihre Klage hatte in den Vorinstanzen nicht zur gewünschten Gleichstellung aller Schauspielschul-/Hochschul-Absolventen geführt. Das Gericht urteilte nun, dass eine Aufnahme ohne Ermessensspielraum zu erfolgten hat, wenn die Ausbildung derjenigen an einer staatlichen Schule gleichwertig ist, was bei der Filmschauspielschule der Fall sei. Diese Feststellung trifft ggf. das Gericht.

Die Mitteilung des Bundesspzialgerichts im Worlaut:

Die Bundesagentur für Arbeit muss Schauspieler in die bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) geführte Vermittlungskartei aufnehmen. Dies hat der 11. Senat des Bundessozialgerichts am 12. Oktober 2017 (Aktenzeichen B 11 AL 24/16 R) entschieden. Das bisherige Verfahren, wonach Schauspieler, die keinen Abschluss an einer staatlichen Schauspielschule vorweisen können, nur dann in die Vermittlungskartei für Schauspieler aufgenommen worden sind, wenn sie einen Eingangstest bei der ZAV erfolgreich durchlaufen haben, ist danach rechtswidrig.

Die klagende Schauspielerin ist nach erfolgreich abgelegter Abschlussprüfung an der privaten Filmschauspielschule Berlin berechtigt, die Berufsbezeichnung Schauspielerin zu führen. Sie hatte sich um Aufnahme in die Schauspielerkartei der ZAV beworben und hierfür vor deren Prüfungsgremium vorgesprochen. Dieses hatte jedoch beschlossen, sie nicht in die Kartei aufzunehmen. Die dagegen erhobene Klage ist in den Vorinstanzen erfolglos geblieben.

Die Revision der Klägerin war erfolgreich. Der Anspruch auf Aufnahme in die Schauspielerkartei ergibt sich aus § 35 SGB III, weil die Voraussetzungen einer Ermessensreduzierung auf Null vorliegen. Mit dem aus dieser Vorschrift folgenden Auftrag der Arbeits- und Ausbildungsvermittlung nimmt die Beklagte hoheitliche Aufgaben wahr, deren inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung nach pflichtgemäßem Ermessen zu erfolgen hat. Hiermit korrespondiert ein subjektiv-öffentliches Recht des Arbeitsuchenden auf Tätigwerden der Beklagten. Wenn die Beklagte - wie hier - im Rahmen ihres Organisationsermessens spezielle Karteien für bestimmte Berufsgruppen bildet, wie etwa die Schauspielerkartei der ZAV-Künstlervermittlung, ist es ihr unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlich verbürgten Berufsfreiheit verwehrt, Arbeitsuchende, die einen entsprechenden Berufsabschluss erworben haben, nicht in eine solche Kartei aufzunehmen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn – wie es nach den tatsächlichen Feststellungen des Landessozialgerichts der Fall ist – die Ausbildung der Klägerin an der privaten Filmschauspielschule Berlin der Schauspielerausbildung an einer staatlichen Schule inhaltlich gleichwertig ist, Arbeitgeber bei zu besetzenden offenen Stellen an Theatern sich fast ausschließlich der ZAV-Künstlerkartei bedienen und die Nichtaufnahme damit zu einer faktischen Nichtvermittlung des Arbeitsuchenden führt. Der Senat hat allerdings darauf hingewiesen, dass es der Beklagten unbenommen ist, auf der Grundlage der gesetzlich vorgegebenen Potentialanalyse eine individuelle Bewertung der Eignung der Klägerin vorzunehmen und das Ergebnis in die Entscheidung über eine Vermittlung einfließen zu lassen.

Rechtsvorschriften: