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Einnnahmerückschlag für die KSK

Die auch für viele Schauspieler wichtige Künstlersozialkasse KSK muss erneut einen dauerhaften Einnahmen-Rückschlag hinnehmen. Sie hatte die Profi-Tänzer von Let’s Dance als Künstler eingestuft und wollte daher die fälligen Beiträge von der Produktionsfirma ITV Studios Germany einziehen, die die Shows 2006 und 2007 (um diese Jahre ging es in der nun entschiedenen Auseinandersetzung) produziert hatte. Diese sah die Tänzer aber nicht als Künstler und die Entscheidung ging auf Betreiben der KSK vor Gericht. Das Bundessozialgericht (Urteil vom 28.09.2017, AZ B3 KS 1/17 R) bestätigte nun eine Entscheidung des Landessozialgerichts NRW, dass nicht jeder Teilnehmer an einer TV-Show automatisch Künstler sei, es wertete die Leistung vielmehr als Sport. Und für Leistungssportler beziehungsweise Tanztrainer muss kein KSK-Beitrag geleistet werden. Die Entscheidung betrifft auch vergleichbare Shows wie Dancing on Ice.

Die KSK hatte 2016 bereits die Auftraggeber der Synchronschauspieler voraussichtlich dauerhaft als Einzahler verloren, weil das Bundessozialgereicht auf Betreiben des BFFS-Partners IVS InteressenVerband Synchronschauspieler entscheiden hat, dass hauptsächlich im Synchronbereich tätige Schauspieler nicht als Selbstständige einzustufen sind (wofür die Unternehmen Beiträge an die KSK abführen müssten) sondern als unständig Beschäftigte, also sozialversicherungspflichtig für Arbeitgeber und Schauspieler. Diese Regelung erschwert für Schauspieler, die in mehreren Bereichen tätig sind und bisher die Selbstständigkeit im Synchronbusiness als Eintrittskarte vorweisen konnten, den Weg in die dauerhafte Absicherung über die KSK (Tätigkeiten „auf Lohnsteuerkarte“ wie Drehtage und Festengagements am Theater stehen der Einstufung als Selbstständiger entgegen).

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fff mit neuer Leitung nach Dr. Klaus Schaefer

Der Aufsichtsrat des FFF Bayern hat sich am 28.9.2017 in seiner 49. Sitzung darauf verständigt, Carolin Kerschbaumer zum 1. Februar 2018 als neue Geschäftsführerin des FFF Bayern zu berufen.

Der Aufsichtsrat hat seine Vorsitzende, Wirtschafts- und Medienministerin Ilse Aigner, beauftragt, eine Vereinbarung mit der neuen Geschäftsführerin abzuschließen, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Bayerischen Ministerrat. Die Bestellung als Geschäftsführerin durch die Gesellschafterversammlung des FFF soll dann im November erfolgen.

Die promovierte Juristin Carolin Kerschbaumer ist derzeit stellvertretende Regierungssprecherin und Pressesprecherin der Bayerischen Staatskanzlei. Von 2010 bis 2013 war sie dort Referatsleiterin „Filmpolitik und Film- und Fernsehförderung, elektronische Spiele“. In der Staatskanzlei hat sie unter anderem auch die Referate „Medienwirtschaft, Medienstandort Bayern und Verlagswesen“ sowie „Rundfunkpolitik und Rundfunkrecht“ geleitet.

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Zeitmanagement auf Castingplattform

Der Wettbewerb der drei relevanten Castingplattformen erreicht eine neue Stufe: Das größte deutsch-europäische Portal CASTFORWARD/e-TALENTA (Kooperationspartner der Redaktion ca:stmag beim Speedca:sting) steht offenbar kurz vor der Veröffentlichung eines Zeitmanagement-Tools: Nicht nur professionell arbeitende Schauspieler und Agenturen werden davon profitieren, sondern in erster Linie den Casting Directors wird die Arbeit enorm erleichtert werden. Ein Großteil der Arbeitszeit geht derzeit gerade bei seriellen Projekten für die reine Zeitabfrage verloren. Diese Funktion wird bei CASTFORWARD in Zukunft automatisiert. Das der Redaktion exklusiv vorliegende Material zeigt, wie wichtig es für Schauspieler und Agenturen in Zukunft sein wird, seine Sperrzeiten in diesem Tool zu pflegen: Casting Directors werden auf CASTFORWARD (bzw. zugleich europaweit auf e-TALENTA) bei der Besetzung konkreter Projekte nicht nur Fähigkeiten und persönliche Daten in die Suche eingeben können, sondern zugleich eine Zeitabfrage! Diese Zeitabfrage für einen eingegrenzten Drehzeitraum muss von Agentur bzw. Schauspieler für jedes Projekt mit einem Klick freigeschaltet werden, damit sichergestellt ist, dass der Besetzer auch tatsächlich aktuelle Daten nutzt. Damit entscheiden Agentur und Schauspieler zugleich, wem diese Daten zugänglich werden.

Genaueres wird voraussichtlich schon in der kommenden ca:stmag-Ausgabe IV/2017 oder vorab hier auf castmag.de zu lesen sein.

Nachtrag: zum Tutorial für die neue Funktion geht's hier (Link) oder per Klick aufs Bild.

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Nina Haun bei First Steps ausgezeichnet

Nun ist es offiziell:
„Am 18. September 2017 erhält die Castingdirektorin Nina Haun den „Fist Steps“-Ehrenpreis. Wir ehren Nina Haun für ihr langjähriges Engagement und ihre fortgesetzte, loyale Begleitung junger Filmschaffender.“
 
Nina Haun, längst zuhause in großen Film- und Fernsehproduktionen, begann ihre berufliche Laufbahn an einer Filmhochschule, und ihre Neugier, ihre Leidenschaft verbinden sie bis heute mit jungen Talenten.
Der Regisseur Chris Kraus sagt über sie:

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Keine erneute Kostenpauschale für BFFS-Ausweis

Wer in den vergangenen Tagen seinen neuen BFFS-Mitgliedsausweis erhalten hat, dürfte sich gewundert oder geärgert haben, dass im Begleitschreiben angekündigt wird, dass dafür erneut 5 Euro eingezogen werden, obwohl das mit der letzten Beitragserhöhung von 120 auf 150 Euro ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Ärgern nicht nötig, wie die Geschäftsstelle auf Rückfrage prompt mitteilte, handele es sich um einen Fehler der Druckerei, die angewiesen werde, das Schreiben anzupassen. Die Kostenpauschale werde nicht noch einmal eingezogen.