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Ausbildung / Fortbildung

 

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Ausgewedelt

Es war zu erwarten: Auf das Aussprechen des vollsten Vertrauens folgt der Rücktritt von Dieter Wedel als Intendant der Festspiele von Bad Hersfeld. Insbesondere in der „Zeit“ hatten Schauspielerinnen das offene Tor eingetreten und schwere Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe gegen den einsiten Erfolgs-Regisseur erhoben. Laut Medienberichten soll sich Dieder Wedel gesundheitlich angeschlagen im Krankenhaus befinden. Er selbst hatte die Vorwürfe bestritten und mit eidesstattlicher Versicherung zurückgewiesen.

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DAAF sucht Geschäftsführer

Die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ (DAAF) vereint derzeit rund 850 Fernseh- und Videoschaffende in allen Gewerken von Bildgestaltung bis VFX/Animation und wird von engagierten Fördermitgliedern, wie Agenturen und Kanzleien, unterstützt. Derzeit sucht die DAAF eine/n Geschäftsführer/in. Die Stellenanzeige lautet:


Die Akademie mischt sich engagiert in die Diskussion um die künstlerischen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen der Arbeit für das deutsche Fernsehen ein. Dies zu unterstützen und damit die Leistung der Kreativen in den Vordergrund zu stellen, gehört zu Ihren Aufgaben. Sie kümmern sich engagiert um alle Belange der Akademie, dazu gehört zum Beispiel:

Vertretung und Repräsentation der DAFF gegenüber Politik, Presse und Öffentlichkeit
Planung, Organisation und Koordination von Veranstaltungen
Besuch von Branchenevents
kontinuierliche Kontaktpflege mit den Mitgliedern

Als Vertreter der Akademie fördern Sie den Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern innerhalb der Akademie und vertreten in Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlich tätigen Vorstand die Akademie nach außen.
Sie sind der Dreh- und Angelpunkt jeglicher Kommunikation der DAFF, für die Tätigkeit erwarten wir einschlägige branchenspezifische Erfahrungen und Kenntnisse in der Film- und Fernsehbranche, sowie eine ausgeprägte Kommunikationsstärke. Darüber hinaus benötigen Sie ein sicheres Auftreten, eine aufgeschlossene Persönlichkeit und nicht zuletzt Freude und die Fähigkeit zum Networking.


Der Umfang und die Ausgestaltung des Tätigkeitsverhältnisses kann individuell vereinbart werden und sollte im persönlichen Gespräch erörtert werden. Ein Mindestengagement von 20 Std/Woche wird jedoch erwartet. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen, gern per E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen unter angegebenen Email-Adresse oder unter der Telefonnummer +49 (0)221 32 077 36 zur Verfügung.

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Ein Preis schafft sich zum zweiten Mal ab

Update: Nach einer zwischenzeitlichen Verschlimmbesserung haben die Veranstalter sich auf die Autoren zu bewegt und zusätzliche Einladungen ausgesprochen.
Es ist eigentlich unfassbar: Nachdem der Protest gegen die Show-Preisvergabepolitik beim Deutschen Fernsehpreis zur Gründung der Deutschen Akademie für Fernsehen geführt hatte, wurde der Preis im kleineren Rahmen gefeiert – ohne Fernsehausstrahlung (der Fernsehpreis wohlgemerkt, getragen von ARD, ZDF, der RTL-Gruppe und derProSiebenSat1-Gruppe). Was ja schon mal ein Kuriosum an sich ist. Aber gut, man kann sich der Haltung anschließen, dass man erst einmal herunterfahren, durchschnaufen neu denken muss, bevor man vielleicht später wieder an die Öffentlichkeit geht. Es hat ja auch etwas für sich, so ein Branchentreffen, bei dem man allen Gewerken gleichermaßen huldigen kann – ohne auf den Glamour-Faktor der Preisredner zu achten. Etwas, was der Deutschen Akademie für Fernsehen zuletzt bei ihrer eigenen Preisverleihung am 5. Dezember 2017 mit angeschlossenem Symposium zum Thema Streaming bestens gelungen ist.

Aber das Denken hat beim Deutschen Fernsehpreis offenbar nicht allzu lange angehalten. Allen Ernstes hat man nun aus Platzgründen die Autoren ausgeladen/nicht eingeladen. Jenes Gewerk, dessen Bedeutung international aber auch national nicht genug hervorgehoben werden kann – gerade bei den zart sprießenden Serienprojekten mit herausragender Qualität und/oder Ausrichtung.

Genauso verrückt hätte man auch die Regisseure, die Redakteure oder die Schauspieler ausladen können. Warum also die Autoren, die am deutlichsten für die Neuausrichtung der Branche stehen? Man kann es nicht verstehen, man muss es vielleicht auch nicht verstehen. Denn dieser Preis hat sch damit zum zweiten Mal ins Aus geschossen. Wer auch immer für eine solche Entscheidung zuständig war, sie mitgetragen oder nicht verhindert hat. Gut, dass es als übergreifende Branchenorganisation neben der Filmakademie und den Filmschaffenden die „Fernsehakademie“ gibt. Der Mitgliedsbeitrag liegt hier übrigens bei vergleichsweise niedrigen 120 Euro pro Jahr. 10 Euro pro Monat, die man sich als Branchen-Profi neben Datenbankeintrag und natürlich ca:stmag-Abonnement ;-) in der Branche leisten sollte, wenn man Solidarität ernst nimmt. Zum Mitgliedsantrag geht es direkt hier (Link).

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Marie Bäumer, Ursina Lardi oder Diane Kruger?

Von „Casting“ und „Fikkefuchs“ bis „Der Mann aus dem Eis“ und „Grießnockerlaffäre“ – die Vorauswahlfilme für den Deutschen Filmpreis 2018 haben schon eine gewisse Bandbreite, auch wenn mutige Entscheidungen für einen Genrefilm wie Freddy/Eddy Mangelware sind. Alle vornominierten Filme sind hier (Link) zu finden.

Aus diesen Filmen werden nun die Nominierungen in den einzelnen Kategorien bestimmt. Zusätzlich sind eininge Nachbenennungen aufgeführt, die sich nicht auf das gesamte Werk und seine Crew beziehen, sondern nur auf einzelne Gewerke, wie z.B. Schnitt, ohne dass die Personen dazu benannt werden. Im Falle von „Vorwärts immer“ handelt es sich um eine Außer-der-Reihe-Vornominierung für Jörg Schüttauf als bester Darsteller/Hauptrolle. Gleich in zwei Filmen Protagonist ist Franz Rogowski, die mutige deutsche Shooting-Star-Entscheidung („Lux“ und „Fikkefuchs“). Endlich auch in Deutschland zu Ehren kommen dürfte wohl Diane Kruger, denn auch Fatih Akins Oscar-Kandidat „Aus dem Nichts“ (Buch mit Hark Bohm) ist am Tag nach dem Golden-Globe-Gewinn auf der Liste. Sie konkurriert freilich beispielsweise mit einer Handvoll starker Frauen, die allein schon in „Casting“ für eine Nominierung infrage kommen und einer ikonischen Romy/Marie in „3 Tage in Quiberon“.
Kurioses „Detail“ am Kommentar-Rande: Während alle Welt auf Hosting umstellt und mit personalisierten Links für einen Schutz der gestreamten Werke sorgt, kein Caster mehr DVDs in der Wand stehen hat, besteht die Deutsche Filmakademie noch darauf, 2000 (!) DVDs für die Auswahl-Box der abstimmenden Mitglieder anzuliefern. Immerhin sind keine VHS-Kassetten erforderlich.…