Früher schickten Schauspieler Mappen per Post – heute reicht ein aktuelles Datenbankprofil plus gezielte E-Mail. Hier erfährst du, wie oft du Caster kontaktieren solltest, was in die Mail gehört und wie du mit kleinen Updates im Jahr sichtbar bleibst.
Viele Jahre war es üblich, dass Schauspielerinnen und Schauspieler sich direkt bei den Casting-Agenturen beworben haben. Früher geschah dies noch auf den Postweg mit einer ausgedruckten Vita, mehreren Fotos und einem Showreel auf DVD oder VHS-Kassette. Dies war nicht nur arbeitsaufwändig, sondern auch richtig teuer. Durch die Schauspieler-Datenbanken wie etalenta hat sich dies glücklicherweise geändert. Wichtig ist heutzutage nur noch, das eigene Profil immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es ist nicht mehr notwendig, sich direkt bei den Casting Agenturen zu bewerben.

Wie oft sollte ich Casting-Direktoren eine Mail schreiben?
Dennoch ist es von Vorteil, den Kontakt zu den Casting-Agenturen weiterhin aufrechtzuerhalten. „Schauspieler können uns jederzeit eine Mail schicken mit ihren Updates, vielleicht ein- bis zweimal im Jahr“, sagt die Casting-Agentin Ana Dávila beim Speedcasting Berlin gegenüber ca:stmag, dem Schauspielermagazin. „Mehr würde ich nicht empfehlen.“
Was gehört in eine E-Mail an eine Casting-Agentur?
Zudem empfiehlt Dávila: „Sie sollten immer ihre Links zu einem Profil auf einer Datenbank (z.B. etalenta) dazu packen. Wenn die Mail an uns adressiert ist, also nicht einfach „Hallo ihr Lieben“, sondern wirklich an uns gerichtet, dann antworten wir auch darauf. Und wir arbeiten immer damit – das kommt direkt in unsere Recherchekiste.“
Es ist wichtig, immer wieder auf sich aufmerksam zu machen, weil der Konkurrenzkamp unter Schauspielern wegen der geringeren Anzahl an Produktionen zuletzt zugenommen hat.
Warum antworten Casting-Direktoren nicht?
Auch die Casting-Direktorin Tanja Schuh ist Mails gegenüber aufgeschlossen: „So ein- bis zweimal im Jahr können sie sich gerne melden – immer dann, wenn es etwas Neues zu vermelden gibt. Es ist allerdings so, dass ich die ganze Flut gar nicht komplett beantworten kann. Ich würde eigentlich gerne allen persönlich zurückschreiben, aber ich bekomme jeden Tag so viele Vorstellungs-Mails von SchauspielerInnen, dass das nicht möglich ist. Mir ist aber wichtig, dass die Leute wissen: Sie werden alle gesehen.“
Im ca:stmag sind regelmäßig Interviews mit Casting-Direktoren zu lesen. Die Caster geben Auskunft darüber, wie sie von Schauspielerinnen und Schauspielern kontaktiert werden möchten, was ein gutes eCasting ausmacht und welche Tipps sie ansonsten noch geben könnten. Infos über die verschiedenen Abo-Modelle sind hier zu finden.

