Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer würdigt die heutige Verleihung der 38. European Film Awards in Berlin als herausragenden Höhepunkt für die Filmkunst made in Germany. Mit insgesamt acht Nominierungen, unter anderem in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“, sind deutsche Filme und Talente in diesem Jahr besonders stark vertreten. Zudem wird der „Eurimages International Co-Production Award“ an die drei deutschen Produzenten Maren Ade, Jonas Dornbach und Janine Jackowski von Komplizenfilm aus Berlin verliehen.
Kulturstaatminister Weimer: „Nie zuvor war der deutsche Film so stark beim Europäischen Filmpreis vertreten wie 2026. Die vielen Nominierungen belegen eindrucksvoll, dass der deutsche Film auf stilistischem und inhaltlichem Höchstniveau konkurrenzfähig ist. Auch der Eurimages Award für das Produzententeam von Komplizenfilm bestätigt die hohe internationale Relevanz des deutschen Filmschaffens. Insofern hat der deutsche Film den heutigen Abend schon jetzt gewonnen und dazu gratuliere ich allen Beteiligten herzlich.“
Nominiert in den Hauptkategorien „Bester Europäischer Film“ und „Beste Regie“ ist auch der iranische Regisseur Jafar Panahi mit seinem Film „Ein einfacher Unfall “. Aufgrund seiner kritischen, künstlerischen Auseinandersetzung mit der Islamischen Republik wird Panahi von den iranischen Behörden verfolgt. Unter anderem wurde er im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert sowie jahrzehntelang mit einem Berufs-, Reise- und Interviewverbot belegt.
Kulturstaatsminister Weimer: „Es sind mutige Kreative wie Jafar Panahi oder Mohammad Rasoulof, die mit ihrer Filmkunst beharrlich Widerstand leisten gegen ein Regime, das gerade in diesen Tagen immer grausamer gegen die eigene Bevölkerung vorgeht. Der Löwenmut, mit dem die friedlich protestierenden Menschen den brutalen Revolutionsgarden entgegentreten, verdient größte internationale Unterstützung – auch und gerade, indem wir es ermöglichen, das herrschende Unrecht im Iran auf europäischen Leinwänden sichtbar zu machen.“
Die Verleihung des 38. Europäischen Filmpreises findet in jedem zweiten Jahr in Berlin statt, dieses Mal im Haus der Kulturen der Welt. Vertreten sind 67 Filme aus 34 europäischen Ländern.
Der Europäische Filmpreis wird seit 1988 von der Europäischen Filmakademie vergeben. Der oftmals als „Europäischer Oscar“ bezeichnete Preis ehrt den europäischen Film und seinen besonderen Stellenwert bei der Vermittlung der kulturellen Vielfalt Europas. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert den Preis 2026 mit 250.00 Euro und die Arbeit der Europäischen Filmakademie mit 180.000 Euro.

