Das Referat „wirksam regieren“ der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien hat eine breite Studie in Angriff genommen, um ein Bild dafür zu bekommen, wie der aktuelle Stand des Bewusstseins für Diskriminierung und sexuelle Gewalt ist. Es geht dabei aber keineswegs nur um „#metoo“ in der Schauspielbranche sondern um alle Kultur- und Medienbereiche von der Musik bis zum Journalismus, vom Bibliothekswesen bis zum Kunsthandel.
Umfrage der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien zu Belästigung und Diskriminierung
Das Referat „wirksam regieren“ der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien hat eine breite Studie in Angriff genommen, um ein Bild dafür zu bekommen, wie der aktuelle Stand des Bewusstseins für Diskriminierung und sexuelle Gewalt ist. Es geht dabei aber keineswegs nur um „#metoo“ in der Schauspielbranche sondern um alle Kultur- und Medienbereiche von der Musik bis zum Journalismus, vom Bibliothekswesen bis zum Kunsthandel.
Ein bisschen verwirrend ist der Ansatz, der bei der Studie für die Teilnehmer formuliert wird. Es gehe nur um all das, was in den letzten zwölf Monaten stattgefunden hat, man soll nur für diese Zeit antworten, auch wenn man früher anderes erlebt habe. Was natürlich sehr kurz greift, wenn man weiß, dass gerade erst in den letzten zwei Jahren durch die Aufdeckung von Missbrauchsfällen ein verstärktes Bewusstsein manche Übergriffe verhindert.
Direkt zur Umfrage geht’s hier (Link)
Nicht frustriert wegklicken, wenn man auf Missstände hinweisen will, die man in früheren Jahren erlebt hat: Tatsächlich greifen die weitergehenden Fragen dann doch auch Vorkommnisse in der Vergangenheit auf und gehen duchaus in die Tiefe. Es handelt sich auschließlich um eine Umfrage, nicht um ein „Beschwerde-“ oder „Melde-Tool“, alle Informationen werden anonym aufgenommen.
Fragen zur Person (Alter, sexuelle Orientierung etc.) können auch übersprungen werden, wenn man dazu keine Angaben machen möchte, obwohl gerade hier natürlich interessante Erkenntnisse zu erwarten sind, wer Täter und wer häufig Opfer von Diskriminierung und sexueller Gewalt und unangemessenem Verhalten ist.
Und da wird ebenso sehr differenziert aufgeführt, was alles dazu gehören kann
, wie bei den anschließenden Fragen, welche potentiellen Hilfsangebote man inner- und außerbetrieblich in Anspruch genommen hat oder in Anspruch nehmen könnte.
Insgesamt dauert es rund eine Viertelstunde, die Fragen sorgfältig zu bentworten.

