Theaterpreis DER FAUST: Nominierungen stehen fest

Im kleinen Rahmen soll am 21. November der Theaterpreis DER FAUST vergeben werden – seit heute, 24.09.2020, stehen die Nominierungen fest. Für sein Lebenswerk wird der Choreograf William Forsythe ausgezeichnet. Der Preis für die beste Darstellung wird beim Faust seit Anbeginn geschlechterübergreifend vergeben, 2020 sind drei Frauen nominiert.

Im kleinen Rahmen soll am 21. November der Theaterpreis DER FAUST vergeben werden – seit heute, 24.09.2020, stehen die Nominierungen fest. Für sein Lebenswerk wird der Choreograf William Forsythe ausgezeichnet. Der Preis für die beste Darstellung wird beim Faust seit Anbeginn geschlechterübergreifend vergeben, 2020 sind drei Frauen nominiert.

Beim Deutschen Theaterpreis DER FAUST werden auch in diesem Jahr herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien geehrt, den Preis für das Lebenswerk erhält der Choreograf William Forsythe. Die Verleihung findet am 21. November 2020 am Staatstheater Hannover statt, aufgrund der aktuellen Situation allerdings in anderer Form als in den Vorjahren und in sehr kleinem Rahmen.

„Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST macht auf die herausragenden künstlerischen Leistungen aufmerksam, die im vergangenen Jahr in ganz Deutschland geboten wurden. Diese Leistungen wurden vor der Corona-Pandemie vollbracht und dürfen nicht vergessen werden“, sagte Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon heute in Köln. „Wir sind sehr froh, dass die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann, und dass wir heute die Nominierungen und das Lebenswerk verkünden können.“ Die Veranstalter haben sich für diesen kleinen Veranstaltungsrahmen entschieden, um unter den derzeit möglichen Umständen die ausgezeichneten Künstler*innen gebührend zu ehren. Bei der Verleihung werden wie immer die Preisträger*innen verkündet. Für das nächste Jahr besteht die Hoffnung, dass DER FAUST wieder in größerer Form gefeiert werden kann.

In einem Jahr, das für alle Theater weltweit große Unsicherheiten bringt, ist William Forsythe mit seinem ästhetisch, pädagogisch wie strukturell in die Zukunft gerichteten Lebenswerk der ideale Preisträger für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST. Forsythe hat den zeitgenössischen Tanz durch seine unvergleichlichen Choreografien entscheidend beeinflusst. Ganze Generationen von Tänzer*innen und Choreograf*innen der Gegenwart hat Forsythe ausgebildet, gefördert und nachhaltig geprägt. Damit hat er Spuren hinterlassen, die für den Tanz kreativ nach vorne weisen.

Die Nominierungen in acht Kategorien:

Darsteller/Darstellerin Schauspiel

Gina Haller, Ophelia in „Hamlet“, Schauspielhaus Bochum

Astrid Meyerfeldt, Mary Tyrone in „Eines langen Tages Reise durch die Nacht“, Schauspiel Köln

Stefanie Reinsperger, Rottin in „Glaube und Heimat“, Berliner Ensemble

 

Sängerdarsteller/Sängerdarstellerin Musiktheater

Lise Davidsen, Elisabeth in „Tannhäuser“, Bayreuther Festspiele

Marlis Petersen, Marietta in „Die tote Stadt“, Bayerische Staatsoper München

Patrick Zielke, Baron Ochs in „Der Rosenkavalier“, Theater Bremen

 

Darsteller/Darstellerin Tanz

Alina Cojocaru, Laura Rose Wingfield in „Die Glasmenagerie“, Hamburg Ballett John Neumeier

Gesamtes Ensemble in der Produktion „New Ocean“, Schauspiel Köln

Lucy Wilke/Pawel Duduś in „Scores that shaped our friendship“, Tanztendenz München/Schwere Reiter

 

Regie Kinder- und Jugendtheater

Theresa Henning, „Ankommen ist Wlan – The Arrival“, GRIPS Theater Berlin

In Kooperation mit Uganda Pioneers Association und Kulturstiftung des Bundes, Fonds Turn

Antje Pfundtner, „Ich bin nicht Du“, Junges Theater Bremen MOKS

Alexander Riemenschneider, „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“, Junges Schauspielhaus Hamburg

 

Regie Schauspiel

Moritz Nikolaus Koch, „Michael Kohlhaas“, TfN Theater für Niedersachsen Hildesheim

Ewelina Marciniak, „Der Boxer“, Thalia Theater Hamburg

Tilo Nest, „Tyll“, Hessisches Staatstheater Wiesbaden

 

Regie Musiktheater

Martin G. Berger, „Ariadne auf Naxos“, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar

Jochen Biganzoli, „Tristan und Isolde“, Theater Hagen

Yona Kim, „Carmen“, Nationaltheater Mannheim

 

Choreografie

Bryan Arias, „29 May 1913“, Hessisches Staatstheater Darmstadt/Wiesbaden

Im Rahmen des Doppeltanzabends „Le Sacre du Printemps“

Florentina Holzinger, „Tanz – Eine sylphidische Träumerei in Stunts“, Sophiensæle Berlin

Eine Produktion von Florentina Holzinger in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE (realisiert mit Mitteln aus dem Theaterpreis des Bundes), Spirit und Tanzquartier Wien, Spring Festival, Productiehuis Theater Rotterdam, Künstlerhaus Mousonturm, Arsenic, Münchner Kammerspiele,Take Me Somewhere Festival, deSingel, Beursschouwburg, Frascati Productions, asphalt

Jeroen Verbruggen, „Dornröschen – Once upon a dream“, Oper Leipzig

 

Bühne/Kostüm

Sebastian Ellrich, Bühne, „Lohengrin“, Theater Chemnitz

Markus Selg, Bühne, „Ultraworld“, Volksbühne Berlin

Katrin Lea Tag, Bühne und Kostüme, „Salome“, Oper Frankfurt

 

Die Jury und die Veranstalter

Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine fünfköpfige Jury, die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannt wurde. Die Jury setzt sich zusammen aus folgenden Akademiemitgliedern: Tatjana Gürbaca (Regisseurin), Regina Guhl (Professorin für Schauspiel und Dramaturgie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), Tim Plegge (Hauschoreograf am Hessischen Staatsballett), Marion Tiedtke (Ausbildungsdirektorin Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main) und Jürgen Zielinski (Regisseur und Intendant a.D.).

 

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2020 wird veranstaltet und gefördert durch die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein.

Veranstaltungspartner 2020 ist das Staatstheater Hannover, Medienpartner sind 3sat und Die Deutsche Bühne.