Sowohl der Deutsche Bühnenverein als auch die Deutsche Akademie für Fernsehen (DAfF) haben die Nominierungen für die Preisverleihungen 2014 soeben bekannt gegeben.Als beste Schauspieler (Bühne) sind nominiert Dagmar Manzel, Astrid Meyerfeldt und Taner Şahintürk. Alle weiteren Nominierungen ganz unten. Für Ihre TV-Darstellung nominiert sind unter anderem Peri Baumeister und Peter Jordan. Als Casting Direktorinnen nominiert sind Franziska Aigner, Heta Mantscheff und Nicole Schmied.
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Die Pressemitteilung zum Fernsehpreis:
Wepper, Weegmann, Wallraff und viel mehr …
DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN (DAfF) – Nominierte stehen fest
Symposium und Verleihung der Auszeichnungen am 29. September in Köln
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Köln, 4. September 2014 – Am 29. September 2014 werden in Köln zum zweiten Mal die Auszeichnungen der DEUTSCHEN AKADEMIE FÜR FERNSEHEN (DAfF) verliehen. Aus den vielen hundert Einreichungen stehen nun die jeweils drei Nominierten in den 19 Auszeichnungs-kategorien fest. Bis zum 25. September, 24 Uhr, wählen die über 600 Mitglieder der Akademie aus allen Nominierten die endgültigen „Sieger“.
Nominiert sind:
Schauspieler- Nebenrolle
Peter Jordan für „Polizeiruf 110 – Abwärts“
Rick Okon für „Ein Schnitzel für alle“
Thomas Thieme für „Gestern waren wir Fremde“
Schauspielerin – Hauptrolle
Monika Baumgartner für „Die Gruberin“
Christina Große für „Neufeld, mitkommen!“
Brigitte Hobmeier für „Wer hat Angst vorm weißen Mann?“
Schauspielerin – Nebenrolle
Peri Baumeister für „Männertreu“
Barbara de Koy für „Tatort: Am Ende des Flurs“
Maria Peschek für „Im Schleudergang“
Bildgestaltung
Henner Besuch für „Polizeiruf 110 – Käfer und Prinzessin“
Holly Fink für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“
Clemens Messow für „Die Spiegel-Affäre“
Casting
Franziska Aigner für „Tatort: Am Ende des Flurs“
Heta Mantscheff für „Weissensee“, 2. Staffel
Nicole Schmied für „Das Attentat – Sarajevo 1914“
Dokumentarfilm
Eric Friedler für „Das Mädchen – Was geschah mit Elisabeth K.?“
Dominik Graf und Martin Farkas für „Es werde Stadt! 50 Jahre Grimme Preis in Marl“
Kahlo Matabane für „Madiba – Das Vermächtnis des Nelson Mandela“
Drehbuch
Martin Ambrosch für „Das Attentat – Sarajevo 1914“
Johannes W. Betz für „Die Spiegel-Affäre“
Thomas Kirchner für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“
Fernseh-Journalismus
Monika Anthes und Edgar Verheyen für „Deutschlands Ferkelfabriken“
Jan Köppen und Amiaz Habtu für „Abgefahren – Wissen auf Rädern“
Pia Osterhaus und Günter Wallraff für „Team Wallraff Reporter Undercover – Das Pflegedilemma“
Fernseh-Unterhaltung
Anke Engelke für „Anke hat Zeit“
Xavier Naidoo für „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“
Max Uthoff und Claus von Wagner für „Die Anstalt“
Filmschnitt
Tina Freitag für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“
Susanne Hartmann für „Tatort: Am Ende des Flurs“
Andrea Mertens für „Es ist alles in Ordnung“
Kostümbild
Monika Hinz für „Weissensee“, 2. Staffel
Astrid Karras für „Arnes Nachlass“
Martina Schall für „Sternstunde ihres Lebens“
Maskenbild
Jens Bartram, Judith Müller und Katja Schulze für „Die Spiegel-Affäre“
Dorle Neft und Ulrike Bruns Giffel für „Tatort: Franziska“
Dorle Neft und Delia Mündelein für „Schimanski: Loverboy“
Musik
Jörg Lemberg für „Tatort: Franziska“
Fabian Römer für „Kein Entkommen“
Ralf Wienrich für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“
Produzenten
Kirsten Hager für „Pass gut auf ihn auf“
Thomas Kufus für „24h Jerusalem“
Matthias Martens für „Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“
Redaktion/Producing
Thomas Biehl, Solveig Willkommen und Birgit Brandes für „Danni Lowinski“, 5. Staffel
Lili Kobbe und Liane Jessen für „Männertreu“
Rainer Marquass, Florian Weber und Martin R. Neumann für „Diese Kaminskis“
Regie
Andreas Herzog für „Tatort: Eine andere Welt“
Nicole Weegmann für „Es ist alles in Ordnung“
Kai Wessel für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“
Schauspieler- Hauptrolle
Florian Teichtmeister für „Das Attentat – Sarajevo 1914“
Elmar Wepper für „Zwei Allein“
Roeland Wiesnekker für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“
Stunt
Christoph Domanski für „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei: Revolution“
Thomas Hacikoglu für „The Ego”
Andy Lang für „Nachbarn süß-sauer“
Szenenbild
Frank Godt für „Weissensee“, 2. Staffel
Jana Karen für „Die Hebamme“
Knut Löwe für „Die Spiegel-Affäre“
Die Preisträger werden am 29. September im „Filmforum NRW / Museum Ludwig“ im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung (Beginn: 20.00 Uhr) bekannt gegeben.
Im Vorfeld der Verleihung veranstaltet die DAfF ebenfalls im „Filmforum NRW / Museum Ludwig“ ein Symposium mit dem Thema „ZIEMLICH BESTES FERNSEHEN – Wunsch und Wirklichkeit“. In vier moderierten Talkrunden (12.30 Uhr – 17.00 Uhr) werden die Nominierten des Jahres 2014 mit eigenen Clips vorgestellt und zu den inhaltlichen, künstlerischen und wirtschaftlichen Bedingungen ihrer Arbeit Stellung nehmen. Das Symposium wird u.a. vom Deutschen Fernsehpreis (DFP) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.
Die Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins zum FAUST 2014:
Am 08. November 2014 wird der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum neunten Mal verliehen. In diesem Jahr findet die Vergabe in der Hamburgischen Staatsoper statt.
Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leis-tungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es die Freie und Hansestadt Hamburg. Finanziert wird die Veranstaltung von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.
Die Nominierten in den acht Kategorien:
Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Dagmar Manzel, Sie in „Gift“, Deutsches Theater Berlin
Astrid Meyerfeldt, Marianne in „Szenen einer Ehe“, Staatsschauspiel Stuttgart
Taner Şahintürk, Lopachin in „Der Kirschgarten“, Maxim Gorki Theater Berlin
Regie Schauspiel
Viktor Bodó, „König Ubu“, Theater und Orchester Heidelberg (in Kooperation mit der
Szputnyik Shipping Company, Budapest)
Johan Simons, „Dantons Tod“, Münchner Kammerspiele
Simon Stone, „Die Orestie“, Theater Oberhausen
Regie Musiktheater
Sandra Leupold, „Don Carlo“, Theater Lübeck
Jetske Mijnssen, „Werther“, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
Dmitri Tcherniakov, „Die Zarenbraut“, Staatsoper im Schiller Theater Berlin (Koproduktion
mit dem Teatro alla Scala di Milano)
Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Barbara Hannigan, Agnès in „Written on Skin“, Bayerische Staatsoper München im
Rahmen der Münchner Opernfestspiele (eine Produktion von Festival d’Aix-en-Provence,
De Nederlandse Opera, Théâtre du Capitole, Royal Opera House Covent Garden, London und Teatro del Maggio Fiorentino)
Evelyn Herlitzius, Elektra in „Elektra“, Sächsische Staatsoper Dresden
Svetlana Sozdateleva, Renata in „Der feurige Engel“, Komische Oper Berlin
Choreografie
Marco Goecke, „On Velvet“ im Rahmen des Ballettabends „Fort/Schritt/Macher“, Stuttgarter
Ballett
Richard Siegal, „Unitxt“ im Rahmen des Ballettabends „Exits and Entrances“, Bayerisches
Staatsballett München
Christoph Winkler, „Das wahre Gesicht – Dance is not enough“, Ballhaus Ost Berlin
Darstellerin/Darsteller Tanz
Alicia Amatriain in „workwithinwork“ und „Frank Bridge Variations“ im Rahmen des
Ballettabends „Fort/Schritt/Macher“, Stuttgarter Ballett
Bruna Andrade in „Der Fall M.“ und „Spiegelgleichnis“ im Rahmen des Ballettabends
„Mythos“, Staatsballett Karlsruhe
Sayaka Kado, Cinderella in „Cinderella“, Ballett Staatstheater Nürnberg
Regie Kinder- und Jugendtheater
Andrea Gronemeyer, „Tanz Trommel“, Schnawwl / Kevin O’Day Ballett − Nationaltheater
Mannheim
Rüdiger Pape, „Momo“, Junges Schauspielhaus Düsseldorf (in Kooperation mit Take-off:
Junger Tanz)
Petra Wüllenweber, „Zweier ohne“, Theater Heilbronn
Bühne/Kostüm
Aleksandar Denić, „Der Ring des Nibelungen“, Bayreuther Festspiele
Pia Maria Mackert, „Das goldene Zeitalter – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen“,
Schauspiel Dortmund
Paul Zoller, „Mefistofele“, Staatstheater Mainz
Die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählen aus diesen Nominierten die Preisträger aus, die am Abend der Verleihung bekannt gegeben werden.
Die Preisträger für das Lebenswerk und den Preis des Präsidenten stehen bereits fest:
Den Preis für das Lebenswerk erhält die Bühnenverlegerin Maria Müller-Sommer.
Maria Müller-Sommer wurde 1922 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Theaterwis-senschaft, Germanistik und Kunstgeschichte und der Promotion über die Geschichte der Berliner Theaterzensur begann sie 1946 als Dramaturgin in der Gustav Kiepenheuer Büh-nenvertriebs GmbH. Nachdem sie 1950 die Anteile des Unternehmens erworben hatte, wur-de sie alleinige Geschäftsführerin. Unter ihrer Leitung gelang es, unbekannte junge deutsche und bis dahin namenlose internationale Theaterautoren wie Günter Grass, Jean Giraudoux, Arthur Miller, Jean Anouilh oder George Tabori nach Berlin zu holen. Sie war Vorsitzende des Verwaltungsrates der VG Wort und ist seit 1999 deren Ehrenpräsidentin. Darüber hinaus ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Anlässlich des 100. Geburtstages von George Tabori in diesem Jahr hat Maria Müller-Sommer den ersten Band der vollständigen Gesamt-ausgabe seines Werkes herausgegeben.
Maria Müller-Sommer gehört zu den einflussreichsten Bühnenverlegern Deutschlands. Ihr ist es nicht nur gelungen, sich während der Gründung der Bundesrepublik in einer anfänglichen Männerdomäne durchzusetzen, sondern sie hat mit sensiblem Weitblick ein Gespür für thea-terliterarische Strömungen entwickelt und stets zum richtigen Zeitpunkt auf diese reagiert. Durch ihr bemerkenswertes Engagement, ihren Sinn für Vermittlung und Vernetzung sowie einem, wie sie es selbst nennt, „Bewusstsein des symbiotischen Verhältnisses zwischen Au-tor und Verleger“ hat Maria Müller-Sommer nicht nur die deutsche Autorenlandschaft, son-dern auch die deutsche Theaterlandschaft wesentlich mitgeprägt.
Der Preis des Präsidenten geht an das Institut für Theaterwissenschaft in Leipzig.
Das Institut für Theaterwissenschaft in Leipzig zeichnet sich durch nationale wie internationa-le Strahlkraft und Vernetzung aus. Durch seine weltweiten Kontakte und Kooperationen, durch die der aktuelle Forschungsstand maßgeblich mitgeprägt wird, ist das Institut ein un-verzichtbarer wissenschaftlicher und soziokultureller Bestandteil nicht nur der Theaterstadt Leipzig, sondern auch weit über deren Grenzen hinaus. Mit ihren Forschungsprojekten und ihrer Lehre in den Bereichen Theatergeschichte, Transkulturalität, Historische Anthropologie, Tanz- und Bewegungsforschung trägt diese höchst erfolgreiche Forschungseinrichtung ent-scheidend zur Untersuchung und Veränderung kultureller Diskurse und Praktiken bei. Ange-sichts akuter Kürzungsmaßnahmen in Wissenschaft und Bildung soll mit dem Preis daher ein Signal auch gegen die drohende Schließung dieses Instituts – als einziges seiner Art in den neuen Ländern – gesetzt werden.
Veranstaltungspartner des Deutschen Theaterpreises DER FAUST ist die Hamburgische Staatsoper.

