Termine beim Filmfest München – und ein Interview mit der Festival-Chefin (Link)

Ob Berlinale oder kleinere Filmfeste – niemals hat man eine Chance, Filme zu schauen UND nur halbwegs die „wichtigsten“ Events zu besuchen. Aus der Vielzahl der Termine hat die Redaktion eine Handvoll herausgesucht, die für SchauspielerInnen in diesem Jahr besonders interessant erscheinen. Mit einem Themenspektrum von Rollenbildern über Umgang mit intimen Szenen am Set bis zur Ausbeutung im Namen der Filmkunst.
(Bild vom BVC-Panel 2018, Foto castmag.de)

Ob Berlinale oder kleinere Filmfeste – niemals hat man eine Chance, Filme zu schauen UND nur halbwegs die „wichtigsten“ Events zu besuchen. Aus der Vielzahl der Termine hat die Redaktion eine Handvoll herausgesucht, die für SchauspielerInnen in diesem Jahr besonders interessant erscheinen. Mit einem Themenspektrum von Rollenbildern über Umgang mit intimen Szenen am Set bis zur Ausbeutung im Namen der Filmkunst.
(Bild vom BVC-Panel 2018, Foto castmag.de)

 

Nachtrag: Ein interessantes Gespräch mit Filmfest-Chefin Djana Iljne über die Gegenwart und Zukunft des Sommerfestivals hat Rupert Sommer für den Mediendienst kress geführt, das komplette Interview hier (Link).

Fast schon „Pflicht“ ist das jährliche Panel des Castingverbandes BVC, wie immer moderiert von Stephen Sikder, dieses Jahr zum Thema „Rollenbilder in den Medien“. Wie jedes Jahr wird es aus dem Publikum Versuche zur Selbstdarstellung geben. Wer sich diesem Verdacht nicht aussetzen möchte, aber eine Frage beisteuern möchte, mit der sich die Diskutanten auch vorab auseinandersetzen können, möge diese bitte vorab mailen an fragen@castingverband.de .

Auf dem Podium diskutieren:
Sabine Derflinger – Regisseurin
Maria Furtwängler- Schauspielerin, MaLisa Stiftung
Michael Lehmann – CEO und Produzent, Studio Hamburg Production Group
Claudia Simionescu – Redaktion Fernsehfilm, Bayerischer Rundfunk
sowie die Castingdirektoren des BVC
Marion Haack – BVC – Hamburg
Manolya Mutlu – BVC – Stuttgart

Das Thema: „Die anhaltenden Diskussionen um eine Frauenquote in Medien, Politik und Management sowie der Gender Wage Gap sind nach wie vor ernüchternd und machen deutlich, dass existierende strukturelle Ungleichheiten die Geschlechterdifferenz, trotz Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz, nach wie vor aufrecht erhalten.
Frauen sind im deutschen Fernsehen und in den heimischen Kinoproduktionen nicht nur deutlich unterrepräsentiert, sondern verkörpern häufig auch ein sehr klischeehaftes Frauenbild. Ebenso werden Männer und Frauen mit Migrationshintergrund in deutschen Produktionen immer noch vor allem in stereotypischen Rollen gezeigt.
Jedoch hat sich in den letzten ein bis zwei Jahren auch schon einiges bewegt und verändert – wir freuen uns sehr über eine spannende Diskussion. Der BVC lädt herzlich ein zu einer Diskussion über bestehende Strukturen und Perspektiven. Wir wollen Meinungen hören, Ideen sammeln und Sensibilität schaffen, um gemeinsam etwas zu verändern.“

Der Eintritt ist frei. Zur Einschätzung des zu erwartenden Zuspruchs bittet der BVC um Anmeldung bis zum 26. Juni unter bvcfilmfest@aol.com oder via Facebook.
Termin und Ort: Samstag , 29. Juni 2019, 11 bis 13 Uhr um Carl-Orff-Saal des Gasteig

 

 

Ebenfalls um die Sichtbarkeit und Rollenbilder geht es beim Panel der Queer Media Society. Moderiert wird die Panel-Diskussion von Kriss Rudolph (Chefredakteur des Mannschaft Magazin). Der Eintritt ist auch hier frei.
Auf dem Podium diskutieren:

Pierre Sanoussi-Bliss (Schauspieler/Regisseur/Autor)

Pamela Hammes-Fischer (Schauspielagentin, Fischer & Partner)

Luise Helm (Schauspielerin)

Torsten Lenkeit (ausführender Produzent/Autor, Bavaria Fiction)

Daniela Tolkien (Casting)

Connie Walther (Regisseurin)

Termin und Ort: Dienstag, 2 Juli 2019, 13.30 bis 15.30 Uhr im Carl-Amery-Saal des Gasteig

 

 

Um heikle Aspekte der ganz praktischen Arbeit am Set geht es bei einer Veranstaltung von Pro Quote Film und BFFS, um den Umgang mit Sex-Szenen. Intimacy Coach Ita O’Brien aus London, Schauspielerin Stephanie Lexer und Schauspieler John Friedmann diskutieren und informieren unter dem Titel „Intimacy on Set“.
Das Thema: „
Obwohl Sex-Szenen Alltag am Set sind, bleiben sie eine große Herausforderung für Schauspielerinnen und Schauspieler, aber auch für die Regie und das Drehteam.

Bisher fehlen Guidelines, die einen sicheren Rahmen schaffen und so einen selbstbestimmten Umgang mit Intimität und Nacktheit ermöglichen. Zu oft werden bewusst oder unbewusst Grenzen überschritten und hinterlassen vermeidbare Demütigungen und Verletzungen.

Ita O´Brien verändert den Umgang der Filmbranche mit Intimität am Set. Ihre bahnbrechende Arbeit, mit der sie z.B. die Dreharbeiten der Netflix Serie „Sex Education“ begleitet hat, findet international viel Aufmerksamkeit. Als Intimicy Coach stellt sie sicher, dass sich Schauspieler*innen und Team während des Drehs von Sex-Szenen wohlfühlen. In einem Live-Workshop stellt sie ihre Herangehensweise vor und erarbeitet eine Szene zusammen mit Stephanie Lexer und John Friedmann. Sie zeigt, wie sich gerade durch die Achtung der Würde und der individuellen Grenzen der Schauspielerinnen und Schauspieler die Freiheit der Kunst entfalten kann. 

In der anschließenden Gesprächsrunde stellen wir die Frage, ob sich durch diesen anderen Umgang mit Intimität neue gestalterische Spielräume eröffnen und wie sich durch Intimacy Coaches die Arbeitskultur zum positiven verändern lässt. “

Die Veranstaltung ist offen für alle. Gebeten wird dennoch um Anmeldung unter Link

Termin und Ort: Samstag, 29. Juni 2019, 13.30 bis 15.30 Uhr im Carl-Amery-Saal des Gasteig

 

Die Teams München und Stuttgart des Berufsverbands BFFS laden während des Flmfestes München zu einem Get-together ein: „Das Filmfest lockt auch in diesem Jahr wieder viele Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Republik ins sommerliche München. So möchte das Münchner-Team seiner Tradition treu bleiben und statt des Juli-Stammtisches ein Get Together am ersten Julimontag anbieten. Wie auch bereits im Vorjahr machen das die beiden Regionalteams von Stuttgart und München gemeinsam. Was gibt es Urmünchnerischeres als sich im Sommer in einem Biergarten zu treffen.
Termin und Ort: 1. Juli 2019 von 12 bis 15 Uhr im Hofbräukeller-Biergarten am Wiener Platz statt. (Nähe Gasteig, Innere Wiener Straße 19)

 

Der IDS Interessenverband Deutscher Schauspieler e.V. veranstaltet die Podiumsdiskussion „Filmarbeit 4.0.“ zum Thema „Ausbeutung im Namen der Filmkunst“. Auf dem Podium diskutieren, moderiert von Sophie Adell:

Irina Wanka (Interessenverband Deutscher Schauspieler e.V.)
Alexander Berner (Bundesverband Filmschnitt Editor e.V.)
Bernd Ebert (Mediengewerkschaft VRFF, NDR)
Johannes Kirchlechner (Berufsverband Kinematografie e.V.)
Roland Kuhne (Mediengewerkschaft VRFF, Freie Produktionswirtschaft)
Dr. Michael Neubauer (Berufsverband Kinematografie e.V.)Thomas Neudorfer (Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild e.V.).
Das Thema: „Die Arbeits- und Leistungsbedingungen am Set, im Schneideraum und in der Postproduktion haben durch Rationalisierung und Digitalisierung den Druck auf die Filmschaffenden weiter erhöht. Während sich der Film auf Festivals und Premieren selbst feiert, schuften die Filmschaffenden oft am Limit. Braucht die Branche ein neues Setup und einen gänzlich anderen Tarifvertrag, um die Auswüchse zu beseitigen?“
Die Veranstaltung ist in zwei Abschnitte geteilt.
Termin und Ort: Donnerstag, 04.07.2019, 12:15 Uhr (210 Min.) im Carl-Amery-Saal des Gasteig,
12.15- 13.45: 1. Teil – Bestandsaufnahme
Pause
14.15 – 15.45: 2. Teil – Kooperation der Mediengewerkschaft VRFF mit den Filmverbänden