40 Schauspieler, elf Besetzer – das Speedca:sting in Berlin brachte Darsteller, Caster, Regisseure und Produzenten zusammen. Nachdem das Branchentreffen in München bereits im Dezember stattfand, folgte am 28. Januar 2026 das Speedca:sting in Berlin. Insgesamt hatten sich rund 1700 Kandidaten mit einem Video um eine Teilnahme beworben. Eine Jury aus 15 Leuten vergab für die Spielszenen Punkte. Die Kandidaten mit der höchsten Punktzahl durften entscheiden, ob sie in München oder Berlin am Speedca:sting teilnehmen möchten.
Das Teilnehmerfeld bot einen bunten Mix aus jungen und erfahrenen Schauspielern. Mit dabei war unter anderem die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, die durch den Kölner Tatort an der Seite von Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär bekannt wurde, Lion Wasczyk, der beispielsweise zum Hauptcast der Serien „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ oder „In aller Freundschaft – die jungen Ärzte“ zählte, oder Victoire Laly, die 2023 für den Deutschen Schauspielpreis nominiert wurde.

Die teilnehmenden Besetzer boten ebenfalls eine gute Mischung unterschiedlicher Berufssparten, die für Schauspieler relevant sind. Mit dabei waren der Regisseur Mark Schlichter (u.a. bekannt durch „Zorn“), die Regisseurin Miriam Dehne (u.a. „SOKO Potsdam“, „SOKO Stuttgart“), die Casting-Direktorin Ana Dávila aus Berlin, die Produzentin Katharina Suckale von der Bombay Berlin Film Production, die Casting-Direktorin Katharina Wessela aus Leipzig, der Regisseur Oliver Liliensiek (u.a. „Großstadtrevier“), der Produzent Oliver Damian (u.a. „Iron Sky – The Coming Race“), der Regisseur Edzard Onneken (u.a. „WaPo Elbe“), die Regisseurin Alison Kuhn (u.a. „Holy Meat“), die Casting-Direktorin Tanja Schuh aus Berlin und die Produzentin Nici Brückner (u.a. „Orango“).
Schauplatz war erneut das Theater im Palais, zentral in Berlin zwischen dem Brandenburger Tor und dem Berliner Dom gelegen. Es war gegen 10 Uhr, als die ersten Besetzer eintrafen. „Ich schreibe gerade an einem Drehbuch – die Besetzung steht noch nicht“, erzählte Schlichter. „Von daher ist es perfekt, dass ich hier viele Schauspielerinnen und Schauspieler kennenlerne.“
Auch die Regisseurin Kuhn war erstmals beim Speedca:sting dabei. „Es ist total bereichernd gewesen. Hier lernt man die Leute, die man ansonsten nur von den Online-Profilen kennt, menschlich kennen – das ist mir sehr wichtig. Wenn ich Hauptrollen besetze, kann ich zwar ein Live-Casting machen und die Leute persönlich kennenlernen. Aber bei kleineren Rollen ist das aus Budget-Gründen nicht möglich“, erklärt sie. „Es geht ja auch darum festzustellen, ob das Menschen sind, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe. Das war hier bei allen Leuten der Fall. Die Auswahl ist wirklich gut gewesen.“

