So ein Theater

Unter der Überschrift „Nicht zu schaffen“, macht sich das Feuilletonmagazin „theater heute“ lustig darüber, dass Wiebke Puls (Porträt und Interview in ca:st 1/2011) nicht dazu gekommen sei, den gewünschten Beitrag zur Frauenquotendiskussion zu verfassen.
Dabei hat sie ebensogute Gründe, nichts dazu beizutragen, wie Judith Holofernes, die offensiv die Bild-Avancen zurückgewiesen hat, ausgerechnet für deren Jung-van-Matt-Kampagne das „Wir sind Helden“- Gesicht herzuzeigen, wie zuvor schon viel zu viele KollegInnen (eine lebhafte Diskussion nach einem wirren Artikel hierzu auf meedia, Link). Der ganze Dialog auf netzpolitik.org (Link).
Nachtrag: In ganzseitigen Anzeigen zum Beispiel in der taz versucht Jung van Matt / Bild noch einmal, Kapital aus der dezidierten Absage von Judith Holofernes zu schlagen, indem man hypermegasowasvon tolerant tut und den kompletten Text als kostenfreien „Bild dir deine Meinung“-Beitrag abdruckt. Nur: Das lesen nicht die von Frau Holofernes adressierten „saudummen“ Rezipienten, sondern die, die die Perfidie der Aktion schon vorher durchschaut haben. Da hat Judith den Holofernes gleich noch einmal mit seinen eigenen Waffen geschlagen – die Dummheit stirbt zuletzt.
Im Online-Kommentar zu Wiebke Puls‘ Absage spottet der Verlag:
„Wiebke Puls hat Zwillinge und ist eine Protagonistin der Münchner Kammerspiele. Da hat sie beim besten Willen keine Zeit, Texte zur Frauenproblematik zu verfassen.“

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