Schauspielagentin über den Markt: 30 Prozent weniger Produktionen, mehr Konkurrenz

Der Arbeitsmarkt für Schauspieler ist momentan schwierig. Die Agentin Pamela Hammes – die die Agentur Fischer & Partner in Berlin leitet und bekannte Filmstars wie Veronica Ferres und Ralf Moeller vertritt – hat im Interview mit „Web.de“ die schwierige Situation erläutert. „Nach allem, was wir beobachten, ist das Produktionsvolumen in den vergangenen zwei Jahren um etwa 30 Prozent zurückgegangen. Das hängt mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation zusammen und hat enorme Auswirkungen auf die gesamte Branche“, erklärt sie.

„Wenn weniger produziert wird, konkurrieren mehr Schauspieler um weniger Rollen. Gleichzeitig verschieben sich die Märkte. Schauspieler, die früher vor allem Kino gemacht haben, orientieren sich stärker Richtung Fernsehen oder Streaming. Dadurch steigt der Konkurrenzdruck.“ Dies wirkt sich direkt auf die Einkommenssituation der Schauspielerinnen und Schauspieler aus.

„Wenn Sender weniger Aufträge vergeben, wirkt sich das auf die Produktionsfirmen und deren Budgets aus. Produktionen werden kleiner kalkuliert, Drehtage werden reduziert, damit sinken häufig auch die Honorare“, erklärt sie. „Aktuell wird oft mit sogenannten Sondergagen gearbeitet. Das bedeutet, dass Schauspieler ihre üblichen Honorare nicht mehr vollständig durchsetzen können, obwohl sie sich ihren Marktwert über viele Jahre aufgebaut haben. Natürlich gehört es zu meiner Aufgabe, in den Verhandlungen das bestmögliche Ergebnis für meine Klienten zu erzielen.“

Das komplette Interview lässt sich hier abrufen.