Hauke Bartel, der Fiction-Chef von RTL Deutschland, hat im Interview mit dem Fachmagazin „Blickpunkt Film“ klargestellt, dass trotz des Streaming-Booms auch das lineare Fernsehen weiterhin eine große Rolle spielt. Dazu soll das Krimi-Programm am Dienstagabend ausgenbaut werden – und zwar sowohl mit Fortsetzungen wie auch mit neuen Formaten.
„Im Linearen sind wir bei RTL sehr froh über die Etablierung des Krimi-Sendeplatzes am Dienstag. Den wollen wir auch strategisch ausbauen, indem wir die Strecke erweitern. Wir schauen jetzt noch stärker darauf, was wir eher für ein lineares oder ein Streaming-Publikum machen wollen. Da hat sich die Erwartungshaltung an die Darreichungsform in den vergangenen Jahren stärker ausdifferenziert. Mit der Wahl, ob ich einen linearen Sender einschalte oder ein Streaming-Angebot starte, ist häufig schon die Entscheidung getroffen, auf was für einen Stoff ich gerade Lust habe. Das wollen wir auch berücksichtigen“, erzählt er.
Über die weitere Planung sagt er: „Wir wollen noch mehr Programmwochen bei RTL mit Krimis bespielen. Mit Cobra 11, Dünentod und Miss Merkel werden wir drei erfolgreiche Titel fortsetzen.“ Zudem hätte der Sender auch neue Titel beauftragt: „Behringer und die Toten ist eine neue Reihe aus Bayern, in der Antoine Monot Jr. die Hauptrolle spielt, produziert von Berit Walch und Jobst Benthues von Redseven. Die anderen beiden Krimireihen sind im Ruhrgebiet angesiedelt. Eine davon wird Mord im Revier heißen und von Tommy Wosch von der UFA produziert. Die andere Reihe hat noch keinen Titel, aber dafür mit Caroline Peters und Serkan Kaya schon ein großartiges Ermittler:innen-Duo. Caroline spielt hier eine Kneipenwirtin, die über ein Quereinsteigerprogramm zur Polizei kommt, und sich – zum Leidwesen ihres Vorgesetzten – ziemlich schnell in echte Mordermittlungen einmischt. Auf diese Produktionen freuen wir uns schon sehr.“

