Prominenten-Big-Brother auf Sat.1?

Es wird ja allmählich zur Farce, das Gebaren rund um den „Deutschen Fernsehpreis“… Am 2. Oktober wird er in diesem Jahr verliehen. Nun ist es ja bereits zur schlechten Angewohnheit geworden, die Verleihung nicht live auszustrahlen, auch nicht versetzt, um Nipple-Gates rausschneiden zu können, sondern am nächsten Tag. Wenn in der Branche (und sonst interessiert es ja kaum jemanden) ohnehin jeder weiß, wer dieses Jahr dran war, im Preisrondell, welche absurden Kategorien dieses Mal für „Qualität“ ausgezeichnet werden.
Nun begibt es sich aber so, dass auf den 2. Oktober überraschenderweise der 3. Oktober folgt, der seit einiger Zeit der Tag der Deutschen Einheit ist… und ein beliebter Sendeplatz für attraktive Produktionen. Als sei es bei den Einschaltquoten von Sat.1 nicht ohnehin schon egal, gab man sich im Hause ProSiebenSat.1 beleidigt, dass der Verleihung ein zu gutes Alternativangebot entgegen gestellt wird – und folgert nicht etwa, „OK, dann versenden wir es am 2. Oktober zeitversetzt oder gar mutig, mutig live“, nein. Die Ausstrahlung erfolgt nun erst am 4. Oktober, zwei Tage später. Da wird es sicher ein Quotenknaller…

Die Wertschätzung des Formats (Ironie Ende) wird auch im von Sat.1 gewählten Moderatorenduo deutlich: Oliver Pocher und Cindy von Marzahn verlängern ihre „Promi-Big-Brother“-Langeweile also auf ein Prominenten-Big-Brother beim Deutschen Fernsehpreis. Vielleicht werden die Gäste (aus der A- und B-Liga) ja hier auch eingeschlossen und ihre Reaktionen gefilmt. Das wird der Geheimplan sein… das könnte der erste Quotenerfolg für Sat.1 seit Jahren werden! Jenny Elvers zerlegt Marietta Slomka im Badewannen-Interview, Heinz Wolf muss bei The Voice of TV vor The Boss Hoss abrocken, Markus Lanz got to dance, Inka Bause vermittelt bei „Sender sucht Quote“… 
Ich würde es mir an deren Stelle gut überlegen, ob ich der Einladung nach Berlin Tempelhof folge… Vielleicht soll der ganze Saal mindestens bis zur Ausstrahlung eincontainert und ausgeflogen werden… in den Dschungel? Ach nein, das ist RTL…

Zurück zum Thema, im gebotenen Ernst der Pressemitteilung, zur Vermeidung des ansonsten unvermeidbaren Zynismus ab hier im Wortlaut:

 

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