„Im Westen nichts Neues“ ist der Inbegriff des erfolgreichen deutschen Films. Bei den British Academy Film Awards 2023 gewann die Netflix-Produktion in sieben Kategorien, wurde unter anderem als bester Film und für die beste Regie ausgezeichnet. Auch bei der Oscarverleihung 2023, die am kommenden Sonntag stattfindet, zählt der Film über den 1. Weltkrieg zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Im „Westen nichts Neues“ ist in neun Kategorien nominiert, unter anderem als bester Film und als bester internationaler Film.
Hinter dem Erfolg steckt unter anderem Sasha Bühler. Als Director International Films ist sie für die deutschen Filme von Netflix verantwortlich und war eine treibende Kraft hinter der Produktion „Im Westen nichts Neues“. Im Interview mit der Fachzeitschrift „Blickpunkt Film“ erklärt sie den Erfolg dieses Projektes.
„Schon als uns das Projekt auf der Berlinale 2020 gepitcht wurde, war uns klar, dass der Stoff etwas Besonderes ist, vor allem mit Regisseur Edward Berger und Produzent Malte Grunert als Team dahinter“, sagt sie. „Die beiden sind brillante Filmemacher und wussten, dass dieser Film nur dann eine große Strahlkraft würde entfalten können, wenn man vor und hinter der Kamera die besten Talente versammelt, die die Branche in unserem Land zu bieten hat. Vor der Kamera Albrecht Schuch, Edin Hasanovic, Aaron Hilmer, Daniel Brühl, Michael Wittenborn und unsere sensationelle Neuentdeckung Felix Kammerer in der Hauptrolle, hinter der Kamera Namen wie Volker Bertelmann, Sven Budelmann, Christian Goldbeck, Lisy Christl und unseren britischen DoP James Friend, um nur einige zu nennen.“
Bühler weiß: „Einen Film zu machen, ist immer Alchemie. Aber wenn man die Besten zusammenbringt, sind die Aussichten größer, dass man am Ende wirklich ein tolles Ergebnis vorweisen kann.“ Die Netflix-Verantwortliche ist davon überzeugt, dass „im Westen nichts Neues“ der deutschen Filmbrache Auftrieb geben kann. „Ich sehe diesen Erfolg als Zeugnis dafür an, was für großartige Talente wir in Deutschland haben – vor der Kamera und hinter der Kamera. Und ebenso ist es ein Zeugnis dafür, dass die angestrebte Authentizität des Films, die wir darstellen wollten, ankommt und geschätzt wird. Natürlich gibt einem das Auftrieb. Wir können aus Deutschland heraus deutsche Filme mit deutschen Themen und deutschen Talenten machen, die auf der ganzen Erde wahrgenommen und gefeiert werden.“
Randnotiz: Der Schauspieler Aaron Hilmer, der eine der Hauptrollen in „Im Westen nichts Neues“ spielt, gab unserer Redaktion ein Exklusiv-Interview und hat verraten, warum er glaubt, sich im Casting gegenüber den vielen Mitbewerbern durchgesetzt zu haben. Dies wird demnächst im ca:stmag zu lesen sein.


