Der internationale Film- und Theater-Charakterdarsteller Jeremy Irons wird Präsident der Berliner Wettbewerbs-Jury 2020. Das wird angesichts seiner „problematischen“ Äußerungen in der Vergangenheit durchaus kritisch kommentiert.
Kritik an der Wahl von Jeremy Irons als Jury-Präsident der Berlinale
Im ersten Jahr ihrer Leitung haben die Berlinale-Chefs Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian gleich einen gewichtigen Präsidenten für die Jury gewinnen können: Jermy Irons wird der Wettbewerbs Jury der 70. Berliner Filmfestspiele vorsitzen.
„Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, dass ich die Rolle des Jurypräsidenten der Berlinale 2020 übernehmen darf – einem Festival, das ich seit langer Zeit bewundere und das ich immer gerne besucht habe. Für das Festival in Berlin zu sein, ist mir ein besonderes Vergnügen: Es bietet mir nicht nur die Gelegenheit, in diese großartige Stadt zurück zu kehren, sondern auch die ausgewählten Filme anzusehen und deren Vorzüge mit meinen Jurykolleg*innen zu diskutieren“, sagt Jeremy Irons anlässlich seiner Jurypräsidentschaft. Mehr zu seiner Vita hier (Link).
Die taz kommentiert die Wahl dieses Jury-Präsidenten hingegen äußerst kritisch:
„Wäre ihnen (der Festivalleitung, Red.) der notwendige Wandel in der Filmbranche wirklich wichtig, hätten sie keinen Juryvorsitzenden gewählt, der in der Vergangenheit sexuelle Belästigung verharmlost hat, sondern eine Person, die mit Entschlossenheit für eine gewaltfreie und gleichberechtigte Branche und Welt kämpft.“
Link zum Artikel der taz hier.

