Das ist, wie Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung zurecht schreibt, ein „Knaller“: Matthias Lilienthal, Chef des radikalen Bühnenverbunds HAU in Berlin wird neuer Intendant der Münchner Kammerspiele. Viel weiter weg vom Image des einstigen Literaturtheaters unter Dieter Dorn kann die Reise eines „Stadttheaters“ wohl kaum gehen. Unter Dorn-Nachfolger Frank Baumbauer schon brachen neue Theaterformen auf der Münchner Maximilianstraße das alte Bild auf – und hatten zwischen Gucci, Prada & Co größten Erfolg bei Publikum und Kritik. Der noch amtierende Johan Simons führte die Öffnung von der Bühne zur Kommunikationsstätte mit internationalen Einflüssen fort. Mit Matthias Lilienthal ist ein noch radikalerer Sprung in unbekannte, internationale Kulturgewässer zu erwarten. Spannend.
Knaller an der Maximilianstraße
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