Zwei Veranstaltungen konkurrierten am ersten Berlinale-Samstag nur scheinbar: Die Verleihung des Fairness-Preises „Hoffnungs-schimmer“ durch die Vereinigung der Filmschaffenden-Verbände und die Casting Night des Bunderverbandes Casting BVC. Während die Gewerke der Filmschaffenden in schön-gediegenen Ambiente der Landesvertretung Baden-Württemberg gelassen und ohne viel Glamour die Preisübergabe bei Live-Musik feierten, drängten sich bei der Casting Night weitaus mehr Menschen aus dem Nieselregen ins „E-Werk“ als bei allem Bemühen zügig abzufertigen waren. Nach der wunderbaren Lancia Lounge im ersten Jahr der Casting Night hatte die Veranstaltung zwar an Zulauf weiter gewonnen, angesichts des Sponsorenwechsels zu Peugeot war aber auch ein Orts-Wechel in eine nüchterne Landesvetretung nötig geworden, der nicht alle gücklich gemacht hatte. Nun, 2014 gab es endlich wieder eine passend coole Berliner Location mit Loft-Charakter, in der erst deutlich nach Mitternacht wieder so viel Raum war, dass man sich ohne Gedränge und Geschiebe zwischen fast durchweg bekannten bis sehr bekannten Gästinnen und Gästen bewegen konnte. Die Casting Direktorinnen und Direktoren waren erneut stilvolle Gastgeber, die allem Gedränge zum Trotz fast jeden persönlich begrüßten bevor sie sich entspannter äußerlich recht gelassen dem ständigen Wechsel von Händen und Wangen hingaben, der für diese Kontaktmesse erster Güte typisch ist.
Auffallend hoch war die Zahl der Teilnehmer des Speedca:stings vom Wochenende davor – es passierte genau das, was im Idealfall passieren sollte: Regisseure und Produzenten (wie Joachim Masannek, Peter Carpentier, Gunter Krää, Peter Fratscher, Alexander Ollig, Uli Möller und Mo Dreher – sowie mit Stephen Sikder der einzige BVC-Vertreter, der nach Landsberg gekommen war und Uwe Bünker, der in der Video-Vorjury viele ebenfalls bereits gesehen hatte) und Schauspieler/innen (darunter neben der „Marlene“-Gewinnerin Laura Antonella Rauch und Entdeckung Ana Berkenhoff unter anderem Michael Fritz Schumacher, Oliver Scheffel, Runa Aléon, Ina Meling, Michelle Monballijn, Barbara Lehner, Anna Ewelina… ) erkannten sich wieder, stellten einander anderen Kolleginnen und Kollegen vor, empfahlen ihre Entdeckungen mit warmen Worten weiter und straften so jene Lügen, die den Termin als zu knapp vor der Berlinale bemängelt hatten.
Der Preisräger des Hoffnungsschimmers:

