Historisch: „Im Westen nichts Neues“ für Bester Film und acht weitere Oscars nominiert

 Im Westen nichts Neues schreibt Filmgeschichte: Zum ersten Mal überhaupt ist eine Produktion aus Deutschland in der wichtigsten Kategorie als Bester Film für den Oscar® nominiert. Außerdem wurde Edward Bergers Film in acht weiteren Kategorien nominiert, darunter Bester internationaler Film, Adaptiertes Drehbuch, Kamera und Szenenbild, wie die Academy of Motion Picture Arts and Science heute bekannt gab. Dazu kommen weitere Nominierungen für die Filmmusik, Ton, Make-Up und Hairstyling sowie Visuelle Effekte. Mit insgesamt neun Nominierungen hat Im Westen nichts Neues den bisherigen Rekord für einen deutschen Film übertroffen.

Die neun Nominierungen für Im Westen nichts Neues:

Bester Film
Bester internationaler Film
Kamera
Adaptiertes Drehbuch
Szenenbild
Make-Up & Hairstyling
Filmmusik
Visuelle Effekte
Ton

Die 95. Verleihung der Academy Awards findet in der Nacht vom 12. auf den 13. März statt.

Im Westen nichts Neues wurde bereits vielfach honoriert. Der Film erhielt bei den BAFTA Awards insgesamt 14 Nominierungen, darunter als Bester Film. Außerdem setzte die Deutsche Filmakademie den Film auf die Vorauswahlliste des Deutschen Filmpreises.

Im Westen nichts Neues (Netflix)

Über Im Westen nichts Neues:

Frühjahr 1917. Der 17-jährige Paul Bäumer (Felix Kammerer) und seine Freunde können es nicht erwarten, in den Krieg zu ziehen, auf Paris marschieren, den Sieg davontragen. So stellen die Jungs sich das vor. So wird es ihnen versprochen. Jubelnd und singend marschieren sie los, die „eiserne Jugend“, für Kaiser, Gott und Vaterland. Die Begeisterung hält nicht lange. Als sie nach tagelangem Marsch an der Westfront ankommen, regnet es in Strömen. Der Schützengraben läuft voll, ist ein einziger Morast. Doch die Franzosen warten nicht. Schon bald nehmen sie den Graben unter Beschuss.

Im Westen nichts Neues erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen deutschen Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Paul (Felix Kammerer) und seine Kameraden erleben am eigenen Leib, wie sich die anfängliche Kriegseuphorie in Schrecken, Leid und Angst umkehrt, während sie in den Schützengräben verzweifelt um ihr Leben kämpfen.

Regisseur Edward Berger (Patrick Melrose, Jack, Deutschland83) konnte für seinen Film ein eindrucksvolles Ensemble gewinnen: In der Hauptrolle des Paul Bäumer überzeugt Felix Kammerer. Mit Im Westen nichts Neues gibt er sein Schauspieldebüt in einem Spielfilm. Albrecht Schuch (Lieber Thomas, Systemsprenger) übernimmt die Rolle des Stanislaus Katczinsky, der Paul im Krieg zu einem engen Vertrauten wird. An ihrer Seite kämpfen Edin Hasanovic (Je suis Karl, Skylines) als Tjaden Stackfleet, Aaron Hilmer (Das schönste Mädchen der Welt) als Albert Kropp, Moritz Klaus (Kleine Morde) als Franz Müller und Adrian Grünewald (Sløborn) als Ludwig Behm. Daniel Brühl (The Alienist – Die Einkreisung, Nebenan) bemüht sich als Matthias Erzberger um einen Waffenstillstand. Devid Striesow (Ich bin dann mal weg) verkörpert General Friedrichs. In weiteren Rollen sind Thibault De Montalembert (The Collapse), Anton von Lucke (Große Freiheit) und Andreas Döhler (Die Saat) zu sehen.

Das Drehbuch schrieben Edward Berger, Ian Stokell und Lesley Paterson. Produziert wird der Film im Auftrag von Netflix von Malte Grunert (Land of Mine, A Most Wanted Man) zusammen mit seiner Firma Amusement Park Film, Daniel Dreifuss (Sergio, Guernica) und Edward Berger. Die Kamera führte James Friend, der bereits für Patrick Melrose und Your Honor mit Edward Berger zusammenarbeitete. Für das Szenenbild zeichnet Christian M. Goldbeck (Ich und Kaminski) verantwortlich, Lisy Christl (John Rabe, Anonymous, A Hidden Life) für das Kostüm. Die Musik stammt von Volker Bertelmann (Lion – Der lange Weg nach Hause).