Nach vier Jahren bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ verabschiedet sich Nina Ensmann bei der RTL-Serie. Am 1. September 2022 kam sie in Folge 7.590 erstmals als Jessica in den Kiez. Ihre letzte Folge 8.620 als Jessica ist am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19:40 Uhr bei RTL zu sehen; auf RTL+ bereits eine Woche zuvor. „Es ist wahnsinnig schwer“, sagt Nina Ensmann über ihren Abschied. „Aber nach vier Jahren folgt jetzt eine andere und tolle Zeit.“
Der letzte Drehtag auf dem Berliner GZSZ-Kiez war für die Schauspielerin besonders emotional: „Man verbringt hier am Set und im Studio so viel Zeit miteinander und lernt dabei nicht nur seine Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Menschen hinter den Kulissen kennen. Über die Jahre wachsen einem alle sehr ans Herz.“ Bei einer ihrer letzten Szenen – gemeinsam mit Lars Pape als Michi – flossen die Tränen: „Wir sollten eigentlich nicht weinen – aber wir haben beide geweint. Schon in der Probe.“
Für Nina Ensmann ist es nicht nur ein Abschied von GZSZ: Sie verlässt auch Berlin und ihren Freundeskreis in der Hauptstadt. „Es ist gerade sehr, sehr viel auf einmal. Das bringt mich emotional schon ziemlich an meine Grenzen, aber ich freue mich auf meine Heimat!“ Nina Ensmann blickt zugleich dankbar und selbstbewusst auf ihre Zeit bei GZSZ zurück. „Ich gehe mit einem fetten Rucksack voller Werkzeug hier raus“, sagt sie. Die täglichen Dreharbeiten haben sie nicht nur als Schauspielerin geprägt: „Ich bin stolz darauf, wer ich heute bin, und ich muss mich nicht verstecken. Ich kann in diesem schweren Business bestehen und mit erhobenem Haupt meinen Weg gehen. GZSZ hat mir dafür unheimlich viel gegeben.“

Tränenreicher Abschied: Bei einer ihrer letzten GZSZ-Szenen wird Jessica (Nina Ensmann, r.) von Michael „Michi“ (Lars Pape) und Lilly (Iris Mareike Steen) aus dem Jeremias-Krankenhaus in ihr neues Leben nach London verabschiedet. Foto: RTL / Rolf Baumgartner
In diesen vier Jahren ist Nina Ensmann zudem Mutter geworden – eine persönliche Entwicklung, die sie auch als Mensch geprägt hat. Ihre Rolle Jessica wird ihr fehlen. „Ich mag Jessica sehr gerne und besonders, dass sie sich entwickeln durfte und nicht stehen geblieben ist.“ Aus der anfangs eigensinnigen jungen Frau sei ein Mensch geworden, der ehrlicher, tiefer und von ganz anderen Werten geprägt sei.
Jessica erhält zum Abschied ihr Happy End: Sie geht nach London, um dort in einem Krankenhaus zu arbeiten – an der Seite ihres Ehemanns Philip (Jörn Schlönvoigt). „Der Abschluss, der für Jessica geschrieben und dann umgesetzt wurde, ist sehr schön“, sagt Nina Ensmann. „Ich freue mich sehr für meine Rolle, dass sie diesen schönen Abschluss bekommt. Und ich finde: Den sollte wirklich niemand verpassen.“
Von Berlin zieht es die gebürtige Münsteranerin wieder zu ihrer Familie ins Rheinland. Als Erinnerung nimmt sie Jessicas grüne Tasche mit nach Hause: „Dann habe ich immer ein kleines Stück Jessica und GZSZ bei mir.“ Ein besonderer Dank gilt den Fans und dem Team: „Die GZSZ-Fans sind für mich die treuesten Fans, die man sich vorstellen kann.“ Und weiter: „Dieser positive, tolle und wahnsinnig geniale Kult – das seid ihr. Ohne euch und ohne das gesamte Team wäre GZSZ nicht das, was es ist: Kult.“
Ihren weiteren Weg möchte sie nun mit ihrem Publikum teilen: „Ich freue mich, wenn ihr mich nun auf meinem weiteren Weg auf Instagram begleitet und wir uns in der nächsten Rolle wiedersehen.“

Nina, wie schwer fällt dir der Abschied von GZSZ?
Es ist wahnsinnig schwer. Man verbringt hier am Set und im Studio so viel Zeit miteinander und lernt dabei nicht nur seine Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Menschen hinter den Kulissen kennen. Über die Jahre wachsen einem alle sehr ans Herz. Aber nach vier Jahren folgt jetzt eine andere und tolle Zeit.
Was ging dir an deinem letzten Drehtag durch den Kopf?
Ich bin an meinem letzten Drehtag meinen ganz normalen Arbeitsweg gefahren und habe plötzlich gedacht: „Okay, krass. Das ist jetzt das letzte Mal, dass du diesen Weg fährst.“ Und da wurde mir bewusst: Es ist ja nicht nur ein Abschied. An so einem Tag nimmt man von ganz vielen Dingen gleichzeitig Abschied – vom Set, von den Kolleginnen und Kollegen, von den täglichen Abläufen und von einem ganzen Lebensabschnitt.
Was hat dich an diesem Abschied besonders bewegt?
Bei mir kommt noch hinzu, dass ich mich auch von Berlin und von meinen Freunden und Freundinnen hier verabschiede. Es ist gerade sehr, sehr viel auf einmal. Das bringt mich emotional schon ziemlich an meine Grenzen, aber ich freue mich auf meine Heimat!
Welche Szene war für dich besonders emotional?
Am letzten Tag habe ich meine letzte Szene mit Lars Pape gedreht. Wir sollten eigentlich nicht weinen – aber wir haben beide geweint. Schon in der Probe. In diesem Moment war einfach ganz viel von all den gemeinsamen Jahren da.
Wie würdest du deine GZSZ-Zeit in drei Worten beschreiben?
Fantastisch. Tief. Liebe.
Worauf bist du nach vier Jahren besonders stolz?
Ich bin stolz darauf, wer ich heute bin – auch als Schauspielerin. Ich muss mich nicht verstecken. Ich kann in diesem schweren Business bestehen und mit erhobenem Haupt meinen Weg gehen. GZSZ hat mir dafür unheimlich viel gegeben.
Was hat dir die Zeit bei GZSZ für deine Zukunft mitgegeben?
Ich gehe mit einem fetten Rucksack voller Werkzeug hier raus. Das hätte ich in keiner Schauspielschule bekommen können. Ich habe in diesen vier Jahren so viel gelernt – über das Handwerk, über mich selbst und darüber, was es bedeutet, jeden Tag vor der Kamera zu stehen und wahrhaftig zu spielen.
In diesen vier Jahren bin ich aber nicht nur als Schauspielerin gewachsen, sondern auch als Mensch – ich bin Mutter eines wundervollen Sohnes geworden, und auch diese Erfahrung hat mich geprägt.
Was hat dir Jessica als Rolle bedeutet?
Ich mag Jessica sehr gerne. Und ich mag besonders, dass sie sich entwickeln durfte und nicht stehen geblieben ist. Diese Entwicklung über die Jahre zu spielen, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Wie hat sich Jessica über die Jahre verändert?
Jessica hat sich wahnsinnig verändert. Sie ist zu einem ehrlicheren und tieferen Menschen geworden und hat ganz andere Werte entwickelt als zu Beginn. Diese Entwicklung mitzuerleben und zu spielen, war für mich als Schauspielerin sehr spannend.
Welcher Moment war für Jessicas Entwicklung besonders wichtig?
Als ihre erste Patientin verstorben ist, hat Jessica eine ganz neue Tiefe bekommen – vor allem in Bezug auf ihre Menschlichkeit. Für mich war das auch schauspielerisch ein wichtiger Moment, weil sich dadurch die Rolle und auch mein Spiel mit ihr verändert haben.
Wie endet Jessicas Geschichte?
Jessica geht nach London. Sie ist eine verheiratete Frau und wird dort den Beruf ausüben, den sie liebt – an der Seite des Mannes, den sie liebt. Ich finde, schöner könnte ein Abschied für Jessica kaum sein. Meine Rolle darf als Jessica den Kiez verlassen. Ich glaube, ein größeres Geschenk hätte die Produktion meiner Rolle nicht geben können. (Lacht)
Wie findest du den Abschied, den Jessica bekommt?
Der Abschluss, der für Jessica geschrieben und dann umgesetzt wurde, ist sehr schön. Ich freue mich sehr für meine Rolle, dass sie diesen schönen Abschluss bekommt. Und ich finde: Den sollte wirklich niemand verpassen.
Was schätzt du an deinem Spielpartner Jörn Schlönvoigt?
Ich mag und schätze Jörn als Kollegen und als Menschen. Und ich liebe die Harmonie und die Chemie zwischen Jessica und Philip. Die beiden haben etwas ganz Besonderes miteinander, und es hat mir unglaublich viel Freude gemacht, diese Beziehung zu spielen.
Was nimmst du als Erinnerung mit?
Die grüne Tasche von Jessica. Dann habe ich immer ein kleines Stück Jessica und GZSZ bei mir.

