Fernsehakademie will ab 2013 eigene Preise vergeben

Die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ will ab 2013 ihre eingenen Fernsehpreise vergeben. Logischerweise stehen nach der Kritik an der Vergabe beim Deutschen Fernsehpreis an die kompletten Teams hier die Einzelleistungen im Vordergrund. Bei den Schauspielpreises soll auch hier zwischen Haupt- und Nebenrolle unterschieden werden. Knapp ein Jahr nach ihrer Protestgründung im Dezember 2010 hat die Akademie nach eigenen Angaben nur 350 Mitglieder aus 18 Berufsgruppen.

Wie es die Akademie mit den beim Fernsehpreis so ungeliebten Genres hält erläutert Regisseur Stephan Wagner (auf facebook: „Spätestens mit der Nominierung des „Dschungelcamp“ zum Deutschen Fernsehpreis muss man alle Fernsehschaffenden bemitleiden, die dort ebenfalls nominiert wurden“) auf Nachfrage so:
„Das Prinzip der Fernsehakademie-Preisverga
be lautet: jede Sektion kann einen Preis vergeben. Eine Sektion besteht aus mindestens 20 Mitgliedern. Ausgezeichnet werden natürliche Personen, nicht Formate. Folglich hängt die Preisvergabe im Unterhaltungsbereich von der Mutgliederstruktur ab. Diese wächst und holt gerade auf dem non-fiktionalen Sektor beständig auf, auch wenn der fiktionale Anteil in der Mitgliedschaft derzeit noch überwiegt.“ Sprich, solange keine Sportmacher oder Unterhaltungsspezialisten Mitglied werden, muss man nach der eigenen Fernsehqualitätsdefinition auch keines ihrer Werke nominieren. Sehr wohl bietet sich aber hier die Chance, einen Preis für das beste Casting zu vergeben – die Casting-DirektorInnen

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