Eröffnung 76. Internationale Filmfestspiele Berlin – Staatsminister Weimer: „Filmkunst der Hoffnung und des Widerstands aus allen Teilen der Welt“

Zur Eröffnung der 76. Internationalen Filmfestspiele erklärt Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, vorab: „Die Berlinale 2026 versammelt Filmgeschichten, in denen der Schmerz und das Glück, die Hoffnung und der Widerstand aus allen Teilen der Welt lebendig werden. Von großen Autorenfilmen bis hin zu mutigen Nachwuchsstimmen macht das gesamte Festivalprogramm deutlich, wie sehr wir die Filmkunst als fantasievollen Umgang mit einer herausfordernden Realität brauchen. Dieser Blick in die Welt zeigt zugleich: Kunstfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Diktatoren hassen den kreativen Geist. Drehbuch, Kamera und Leinwand sind deshalb keine bloßen Kunst-Utensilien, sondern Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Despoten in Teheran oder Caracas den Sieg davontragen. Deshalb ist es so wichtig, die Filme verfolgter Künstlerinnen und Künstler zu zeigen und ihre Geschichten zu hören. Genau dafür ist die Berlinale als politisches Filmfestival seit Jahrzehnten einer der bedeutendsten Resonanzräume.“
 
Der Staatsminister weiter: „Besonders erfreulich ist die starke Präsenz des deutschen Films im Wettbewerb. Wir sehen daran einmal mehr, wie relevant, mutig und international anschlussfähig er sein kann. Auch am erfolgreichen Kinojahr 2025 hat er einen großen Anteil, in Kinos im Ausland lässt er die Kassen klingeln. Genau in dieser Stärke des deutschen Filmschaffens liegen Motor und Antrieb hinter der Filmförderreform der Bundesregierung, die wir nun gemeinsam erfolgreich zum Abschluss bringen. Insbesondere mit dem Investitionspakt setzen wir jetzt optimale Rahmenbedingungen, um den Filmstandort Deutschland mit all seinen Talenten vor und hinter der Kamera wieder international wettbewerbsfähig zu machen.“
 
Das Berlinale-Programm steht in diesem Jahr ganz im Zeichen vielfältiger Perspektiven und internationaler Verständigung. Den Auftakt macht der Eröffnungsfilm „No Good Men“ der preisgekrönten Regisseurin Shahrbanoo Sadat aus Afghanistan. Darüber hinaus bilden mehr als 220 Kurz- und Langfilme eine große stilistische und geografische Bandbreite ab.
 
Im Wettbewerb sind insgesamt 22 Filme aus 28 Ländern vertreten, darunter vier deutsche Beiträge. Dazu gehören „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak, „Meine Frau weint“ von Angela Schanelec, „Rose“ von Markus Schleinzer, und „Etwas ganz Besonderes“ von Eva Trobisch. Sie alle sind mit Mitteln aus der Filmförderung des Bundes entstanden.
 
Jedes Jahr besuchen rund 500.000 Kinofans und Filmschaffende die Berlinale. Sie ist damit das größte Publikumsfestival der Welt. Mit dem European Film Market ist sie gleichzeitig einer der bedeutendsten Branchentreffs der Filmindustrie und wichtiger Handelsplatz für Produzenten, Verleiher, Filmeinkäufer und Agenten.
 
Die Internationalen Festspiele Berlin gehören zu den Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH. Im Rahmen der Filmförderung des Bundes stellt der Staatsminister für Kultur und Medien in diesem Jahr rund 12 Millionen Euro für das Festival zur Verfügung.