Ein Preis für die Arbeit vor dem Mikrofon und ein Preis für Theaterleistungen ergänzen in diesem Jahr die Kategorien des DSP. Außerdem verleiht am 13. September auch der BFFS einen „Fairnesspreis“
Deutscher Schaupielpreis mit neuen Kategorien
Der Deutsche Schauspielpreis des BFFS wird am 13. September 2019 bereits zum achten Mal verliehen. Die Fusion des BFFS mit dem Synchronverband IVS und die geplante Verstärkung der Aktivitäten im Theaterbereich zeigt sich auch in zwei neuen Kategorien. Die Art der Jurierung für das Spiel vor dem Mikrofon und auf der Bühne ist zunächst nicht eingebunden in das Nominierungs- und Jurierungsverfahren per Mitgliederentscheid. Vorstand Hans-Werner Meyer schreibt dazu, dass „jeder Versuch, alle relevanten Theaterproduktionen und alle synchronisierten Filme zu sichten, aufgrund ihrer schieren Masse zum Scheitern verurteilt ist. Also probieren wir mal was. Für die Bühne haben wir uns für einen Patenpreis entschieden. Wir haben einen Kollegen gewählt, dessen Expertise über jeden Zweifel erhaben ist und ihn gebeten, eine radikal subjektive Entscheidung zu fällen: Wer hat Sie im vergangen Jahr auf der Bühne in einer ganz besonderen Weise inspiriert? Und warum? Dieser Pate ist in diesem Jahr der hochgeschätzte Kollege – und seit kurzem Präsident der Filmakademie – Ulrich Matthes. Seine Wahl wird er am 13. September bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises im Zoo Palast mit einer Laudatio begründen.
Für das Spiel vor dem Mikro haben die Kollegen von der Sektion Sprache, (dem jetzt zum BFFS gehörenden Synchronverband IVS), einen Aufruf unter ihren Mitgliedern gestartet, Vorschläge einzureichen, welcher Kollege, welche Kollegin sie im vergangen Jahr besonders begeistert hat. Aus diesen Vorschlägen wird eine fünfköpfige Jury die diesjährige Preisträgerin oder den diesjährigen Preisträger auswählen. Diese fünf Köpfe gehören den Kolleginnen und Kollegen Beate Gerlach, Hilke Flickenschildt, Maria Koschny, Frank Röth und Patrick Baehr.“
Nach dem faktischen Aus des Branchenverbands-Zusammenschlusses „Die Filmschaffenden“, an dem auch der Beitritt des BFFS nichts mehr ändern konnte, verleiht nicht nur Crew United (über deren technische Basis und breite Kontakte die Nominierungen und die Jurierung des Fair Film Awards stets gelaufen ist) sondern auch der BFFS einen „Fairnesspreis“. Die Einbindung aller Gruppen von Filmschaffenden und aller produzierten Werke in die Preisfindung entfällt hier naturgemäß. Der Preis des BFFS konzentriert sich in diesem Jahr auf das Thema „Diversität“ – entweder im Thema oder im Personal vor/hinter der Kamera oder beides. Hans-Werner Meyer zur Preisfindung: „…in diese Suche wollen wir die anderen Filmschaffenden integrieren, weil Film bekanntlich Teamarbeit ist. Es wird ein Treffen stattfinden, bei dem die Verbandsvertreter über die Vorschläge diskutieren, und sie sind aufgefordert, ihren Vorschlag in diese Diskussion einzubringen. Aus von den Verbandsvertretern diskutierten Vorschlägen wird dann eine fünfköpfige Jury aus Vertretern des BFFS, von ver.di, Pro Quote Film, dem Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und der Bundesverband Casting (BVC) den Gewinnerfilm wählen, der natürlich selbst unter fairen Bedingungen entstanden sein muss.“
Knapp 700 Plätze bietet der Veranstaltungsort „Zoo Palast“ in Berlin, wie immer wird es weit mehr Bewerber für die (neben Nominierte, Juroren, Laudatoren, Ehrengästen, Sponsorenplätzen) zu vergebenden Plätze geben. Es soll in diesem Jahr wieder ein Losverfahren unter den Mitgliedern geben, bei dem jene eine Chance erhalten sollen, die bisher noch nicht das Glück hatten.

