Nicht einmal eine Million Zuschauer wollten sich auf Sat.1 das Trauerspiel anschauen, das mit Oliver Pocher und Cindy von Marzahn als Moderatoren mehr als deutlich gemacht hat, auf welchem Niveau sich der Deutsche Fernsehpreis selbst einordnet. Das ist das bislang miserablste Quotenergebnis eines Formates, das auch die Quotenkönige zwanghaft berücksichtigen muss. Hilft aber für die eigene Quote nichts. Das Interesse am guten deutschen Fernsehen kann man so nicht heben. Eher kaschieren, wie wenig die privaten Sender dazu beitragen. Gerade mal einen Preis gestand die Jury ProSieben/Sat.1 für „Got to dance“ zu. Alle anderen Preise gingen an die öffentlich-rechtlichen Sender.
Hier gibt es ja bei aller Schelte viel Grund, die Leistungen des deutschen Fernsehen zu feiern. Immerhin sind Produktionen wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ auch internationale Verkaufserfolge – mit Niveau. Am Abend zuvor, bei der Verleihung der Preise der „Deutschen Akademie für Fernsehen“ hatte „UMuV“ bereits so groß abgeräumt, dass man sich fragen musste, ob die Werkauszeichnung des Deutschen Fernsehpreises wirklich so verkehrt ist, die all die einzeln prämierten Leistungen ja umfasst. Auch dessen Jury zeichnete diesen Mehrteiler fast schon selbstverständlich aus. Die Preise im Einzelnen:
Abgesang
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