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Stinkefinger von der Bühne mit Konsequenzen

Eigentlich gehen Buhrufe am Theater ja ausschließlich an die Regie, bei der „umstrittenen“ Macbeth-Inszenierung von Karin Henkel gab es die sogar an den erfolgsverwöhnten Münchner Kammerspielen nach langer Zeit eiinmal wieder zu hören. Selten, zumal außerhalb der Premiere, bekommen Schauspieler diese Publikumskritik ab. Gar nicht damit klargekommen ist

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Polizeiruf ganz einstellen? Ein bitterböser Kommentar…

BR-Direktor Gerhard Fuchs und Regisseur Hans Steinbichler haben ihre jeweils bedenkenswerten Bedenken ausgetauscht, der BR geht erfreulich offen mit der Diskussion um, ob es „richtig“ ist, den Polizeiruf „Denn sie wissen nicht was sie tun“ aus Jugendschutzgründen auf die Zeit nach 22 Uhr zu verbannen.

Zitat Hans Steinbichler:

„Da aber dieser Polizeiruf vom vielfachen Töten unter ideologischen Bedingungen handelt, muss darüber geredet werden. Denn dieser Film hat von nun an, ob ich das will oder nicht, einen Kontext oder eine Verbindung zu den Vorgängen des 22. Juli in Oslo.“


Der gesamte Gedankenaustausch und ein konsequenter Kommentar weiter unten.


Die Vorgeschichte:
Der 20.15-Uhr-Sendetermin im September für den neuen BR-Polizeiruf mit Matthias Brandt und Anna-Maria Sturm stand bereits öffentlich fest, bei der Premiere auf dem Filmfest München regte sich auch keinerlei Protest – nun soll der Film wegen des negativen Staatsbildes nicht jugendfrei sein und auf Zeiten nach 22 Uhr verbannt werden…  Der Regissseur Hans Steinbichler ist sprachlos, die Süddeutsche Zeitung wähnt nachvollziehbar „Zensur", zur Chronik

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BFFS beim Deutschen Fernsehpreis eingebunden

In der Politik nennt man das „jemanden in die Kabinettsdisziplin einbinden“, sprich, Widersacher so freundlich zu umarmen, dass die Kritik verstummt, weil der Kritisierende sich dann selbst mit angreifen würde. Ob das in diesem Fall gelingt?

Hans-Werner Meyer, BFFS-Vorstand und repräsentabler Schauspieler, ist 2011 Mitglied der Jury des Deutschen Fernsehpreises – ungeachtet der Bestrebungen der „Deutschen Akademie für Fernsehen“ (unter Vorsitz des BFFS-Chefs Michael Brandner) einen eigenen Fensehpreis zu installieren, der die Personenkategorien bietet, die ab 2010 beim Deutschen Fernsehpreis abgeschafft wurden. Wie an dieser Stelle ausführlich berichtet, war es darüber ja zu massiven Protesten des BFFS und weiterer Verbände der Branche gekommen. Diese mündeten aus Protest in die Gründung der Akademie.

Die Gespräche zwischen den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises einerseits und den Verbänden andererseits, so wird beiderseits betont, seien konstruktiv verlaufen. Dessen ungeachtet bleibt es zumindest zunächst bei der beschlossenen Änderung der Kategorienstruktur, die nur noch zwei explizite Personenkategorieen beinhaltet, die beiden Schauspielerpreise. Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass die Jury sich noch einmal einen soclehn Affront leistet wie 2010, als nach der schwer verdaulichen Kategorienänderung zulasten der fiktionalen Formate auch noch der Ehrenpreis an die Fußballnationalmannschaft ging. Vielmehr werde man versuchen, „im Rahmen der bestehenden Wettbewerbskategorien kreative Einzelleistungen zu erkennen und zu würdigen“. So betont der neue Jurypräsident Christoph Keese. Ja, richtig gelesen, Christoph Keese, „Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Springer AG soll als neuer Obergärtner mit der unabhängigen Jury aus Fernsehschaffenden, Publizisten und Fachjournalisten Frieden schaffen. Keese war in jüngster Zeit insbesondere deswegen im öffentlichen Gespräch, weil er sich einen Disput mit prominenten Bloggern darüber geleistet hat, ob Bild.de noicht eigentlich ein Piratensender sei. Schließllich würde hier ohne Rundfunklizenz ausführlichst Videomaterial versendet (zum Beispiel der sehr TV-ähnliche Kate&Harrry-Hochzeitsmarathon). (Link zum Hintergrund des Streits hier).

Der „Piratensender“-Sprecher als Juryvorsitzender des Deutschen Fernsehpreises. Vielleicht hat man da eben keinen Bock abgeschossen, sondern tatsächlich jemanden „eingebunden in die Kabinettsdisziplin“…?

Verliehen wird der Preis dieses Jahr am 2. Oktober 2011 in Köln,

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BFFS mit „Milchzähnchen-Streik“

Der BFFS ist offenbar entschlossen Zähne zu zeigen, nachdem die Verhandlungen zwischen BFFS und ver.di einerseits und Produzentenallianz andererseits nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt hätten. In einer ersten noch eher symbolischen Aktion verlängerten an rund einem Dutzend Drehorten die Kollginnen und Kollegen gestern ihre Mittagspause um 15 „Besinnungsminuten“. Ziel war es, auf die schwierige Tarifverhandlungssituatiuon hinzuweisen. Recht unverhohlen ist die Ankündigung, dass nach den „Milchzähnchen“ bald vielleicht auch „die Zweiten“ zubeißen könnten (siehe dazu auch „Protest 21“ im vergangenen Oktober in ca:st 4/2010 …Link). Erstaunlich an der unten anhängenden Information des BFFS ist, dass darin erläutert wird, dass man in den Verhandlungen der Produzentenallianz Wochengagen angeboten

 

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Tommys Early Night Show – statt Fiction? Das sagt die ARD:

Update nach ca:st-Nachfragen:
Thomas Gottschalk zieht sich nach seinem selbst gewählten Ausstieg bei „Wetten dass“ keineswegs aufs jugendliche Altenteil zurück, sondern wagt tatsächlich eine fast tägliche Sendung im Ersten, die ihm die ARD angeboten hatte. Die weitaus herausforderndere und Mut erfordernde Entscheidung als das Rundum-Sorglos-Moderationspaket, dass ihm das ZDF angetragen hatte.

Montags bis Donnerstags wird sich Thomas Gottschalk vor der Tagesschau in einer je halbstündigen Sendung mit den unterhaltsamen