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RTL-Pilot II –  wohl nix mit weltweitem Einsatz…

Nachschlag 2: Da bei den Privaten die Frage nach dem Erfolg eine Frage nach den Zuschauerzahlen und der Quote ist, wird's wohl eher nix mit einer seriellen Fortsetzung von „World Express“ (siehe Ankündigung unten). 3,2 Millionen Zuschauer und 11 Prozent Zuschaueranteil im Gesamtpublikum (hinter „Marie Brand und die Nacht der Vergeltung" im ZDF mit 4,67 Millionen Zuschauern/15,7 % Marktanteil und Hirschausens „Das fantastische Quiz des Menschen" mit 4,38 Mio. Zuschauern und 14,7 % Marktanteil im Ersten), das ist wohl nicht das, was sich RTL von einer Empfehlung für die Serienproduktion vorstellt. Die Vorabpresse war eigentlich umfänglich genug, daran kann es kaum gelegenhaben, eher an den nicht gerade berauschenden Kritiken, die meist weitaus mehr Mut von RTL gefordert hatten. Auch in der so genannten Zielgruppe (14 bis 49 Jahre, noch…) sind 14 Prozent Marktanteil und 1,62 Millionen Zuschauer kein positives Argument für mehr Engagement im fiktionalen Eigenproduktions-Bereich – selbst wenn man berücksichtigt, dass die Konkurrenz weitaus größer war als beim Test von „IK 1“ (ganz unten in dieser Meldung). Und Zeit zum Durchsetzen geben die Privaten neuen Formaten ja nicht mehr. Harren wir also des dritten angekündigten Tests („Die Trixxer“) und hoffen, dass es auch bei RTL mal wieder einen Treffer gibt, der attraktive Jobs generiert…



Nachschlag 1: RTL testet am Donerstag, 8.September gleich das zweite von drei angekündigten Hauptabendformaten in diesem Monat:
„Ihnen ist kein Weg zu weit, kein Auftrag zu gefährlich, keine Fracht zu heikel: David Voss (Marco Girnth) und Philip Harmsdorf (Jochen Nickel) sind die besten Männer des "World Express", einem traditionsreichen Kurierdienst. Sie kommen dann ins Spiel, wenn die Mission besonders schwierig wird, denn der "World Express" transportiert keine Pakete und Päckchen, sondern bedeutende Geheimdokumente oder brisante Lösegeldlieferungen. RTL zeigt das rasante Abenteuer-Movie "World Express - Atemlos durch Mexiko" am Donnerstag, 8. September 2011, um 20.15 Uhr.“

Produziert wurde der Pilot von der UFA Fernsehproduktion. Mit dabei sind unter anderm auch Klaus J. Behrendt und Jochen Nickel. Bei Erfolg geht der „World Express" bei RTL in Serie „und wird dann weltweit im Einsatz sein“ heißt es beim Sender.
Als drittes steht noch der Test von „Die Trixxer“ mit Anja Nejarri aus. Eine sanfte Rächervariante Ein Gauner-Quartett mit Anja Nejarri als sexy Anführerin hilft Betrugsopfern mit Gegenbetrügereien. Damit könnte endlich neben GZSZ&Co und Alarm für Cobra 11 auch bei RTL mal wieder etwas Bewegung ins Eigenproduktions-Engagement kommen. Der erste Test („IK 1, siehe unten) ist passabel aber nicht überragend gelaufen, da ist noch Luft nach oben…

Hauptdarsteller Marco Girnth (bekannt unter anderem aus Soko Leizig) erzählt im Video von den aufregenden „World Express"-Dreharbeiten:


 

Wenn auch in sehr schwachem Umfeld so doch von den Quoten her in Ordnung dürfte der RTL-Pilotfilm für „IK1“ den ersten Test im September bestanden haben. Mit 3,8 Millionen Zuschauern (Marktanteil 13.3 Prozent) dürfte der Sender bestenfalls zufrieden sein. Entscheidender für eine Serienbeauftragung ist der Erfolg in der so genannten Zielgruppe 14–49 Jahre, hier lag der Marktanteil bei 17,1 Prozent, mithin sehr nahe am üblichen Senderschnitt (zuletzt 17,4 Prozent Marktanteil in diesem Zuschauersegment). Also dürften sich Tobias Oertel und Eva Maria Grein von Friedel (sowie die produzierende Bavaria) darauf freuen dürfen, sich auch künftig um „Touristen in Gefahr“ zu kümmern. Manchmal hilft der Zufall eben auch den nicht ganz so überzeugenden Fiction-Formaten…

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So funktioniert „Wirtschaft“…

Wem gelingt die Übertragung des genialen Finanzmodells auf die Finanzierung von No-Bugdet-Produktionen? … Einsendungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder direkt an den Bundesfinanziminister…
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Graue Eminenz

Es gibt auch ganz honorige Männer mit grauem Bart. Aber es gibt auch jene, die mit Konzepten aus grauer Vorzeit ein grausiges Spinnennetz aufgebaut haben – mit immer gleichen Gesichtern, immer gleichen Produktionsfirmen und immer gleichen Formaten – mit Bart.

Einer dieser Herren ist jetzt in der Skandalanstalt MDR (die zum Beispiel auch die KiKa-Affäre zu verantworten hat) so nachhaltig aufgeflogen, dass die Schmier-Stoff-Zahlungen nicht mehr zu verheimlichen waren. Es zeigt ja schon eine Skurrilität, wenn ein Senderverantwortlicher der Produktionsfirma nicht etwa einen Produktionskostenvorschuss gewährt (um Pleiten wir die jüngst bekannt gewordenen Insolvenzen zu vermeiden), sondern sich Produktionskostenvorschüsse von Produktionsfirmen „leiht“… Der Verdacht, dass hier bei Zahlungen ohne konkrete Gegenleistungen einfach Korruption vorliegt ist mehr als naheliegend. Der Unterhaltungschef Udo Voht, graue Eminenz des Schlagerbusiness (der schon zu DDR-Zeiten einen „Kessel Buntes“ verantwortete) ist jetzt nach seiner Suspendierung vom MDR fristlos entlassen worden. Während man bei einer großspurigen deutschen Boulevardzeitung seit langem auf eine Enthüllungsserie über die ARD-Verfilzungen wartet (nachdem die ARD eine Gegenrecherche über die Bild gestartet hatte…), sind die regionalen „Schaumburger Nachrichten“ (Link) offensichtlich nicht nur gut informiert, sondern auch mutig genug, detailiert über den „Paten der Volksmusik“ und die Verhältnisse beim MDR zu berichten und dabei Ross und Reiter zu nennen…
Dass die Verhältnisse beim MDR schon ganz spezielle waren ist sicher, dass es nicht die einzige öffentlich-rechtliche Anstalt oder Abteilung ist, bei der Mitarbeiter ihr Amt missbrauchen und/oder bei der Vergabe von Produktionsaufträgen und Besetzungen nicht gelegentlich eine Hand die andere wäscht,

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Schweigerhöfer…

Matthias Schweighöfer hat von Komödien-Ziehvater Til Schweiger offenbar gelernt, wie man Deutschland ins Kino lockt. Am Startwochenende strömten bereits 340.000 Zuschauer in sein Regiedebüt „What a man“. Einen erfolgreicheren Start legte 2011 nur Kokowäh (Schweiger) hin. Besonders bemerkenswert: Der Erfolg gelang bei nur 353 Kopien, mithin einem Schnitt von fast 1000 Besuchern pro Filmkopie an nur einem Wochenende. What am man…
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Mords-Gaudi im Ersten (und ein „fabelhafter“ Ausblick auf den nächsten Serien-Schwabenstreich)

Der neue lustig-regionale Vorabend im Ersten läuft nun offiziell unter der „Dachmarke“ „Heiter bis tödlich“ an. Eine alte und drei neue Krimiserien laufen dann wie an dieser Stelle vielfach angekündigt jeweils ab 18.50 Uhr.
Den Anfang macht