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1000 kleine Nadelstiche

Eine der aufmerksamkeitsstärksten Aktionen, die der Fernsehpreis in seiner kurzen Geschichte erlebt hat, war der kreativ subversive Einsatz von 1000 Metall-Pins (Aufschrift: „Ich bin preiswert“), mit denen der BFFS die geneigte Öffentlichkeit unter anderem auf den Missstand aufmerksam machen wollte, dass die Preiswürdigen in den Einzelkategorien (fast) nicht mehr geehrt werden. Auch wenn das Wortspiel nur in diesem Punkt inhaltlich genau aufgeht, so war darin doch auch versteckt, dass sich so mancher zu bilig verkauft sieht, eben nicht den Preis erzielt den er oder sie Wert wäre.

Das Resumee, das der BFFS in einem Brief an seine Mitglieder zieht, klingt danach, als ob die Politik der tausend kleinen Nadelstiche immerhin zu einem Dialog führt und alle ihre „beleidigten Ärsche an einen Tisch setzen“ (Zitat aus der Dankesrede von Danni Lowinski/Annette Frier) um so hoffentlich nicht zu einem mauen Kompromiss, sondern zu einer für alle Seiten attraktiven Lösung zu kommen, zu einem Neuen Deutschen Fernsehpreis. Der Brief im Wortlaut